Kleine Raubtiere in Werdohl eingeschult

+
Die Klassen 1a und 1b der Evangelische Grundschule: Auf geht’s in das erste Schuljahr. ▪

WERDOHL ▪ Mit dem Anlaut-Rap, dem Lied „Alle Kinder lernen Lesen“ oder der kleinen Raupe Nimmersatt begrüßten die älteren Mitschüler die nächste Schülergeneration an ihrem ersten Schultag an der katholischen und evangelischen Grundschule sowie an den Städtischen Grundschulen Kleinhammer und Königsburg.

Um richtig fit für die erste Unterrichtsstunde zu sein, griff Schulleiterin Sibille Böddecker in Kleinhammer in die Trickkiste. Lockere Aufwärmübungen gab es, um die Wartezeit auf den Auftritt der Klasse 2c zu verkürzen. Dann fraß sich die Raupe Nimmersatt durch allerlei Obst und Gebäck, ehe sie als leuchtender Schmetterling wieder vor den 27 i-Männchen stand. Nach manch tränenreichem Abschied oder ganz coolen Sprüchen zu Eltern, Großeltern und Geschwistern ging es mit der neuen Lehrerin Marie-Luise Reschke-Das in die Klasse.

Der Anlaut-Rap ließ die 48 aufgeregten Schulanfängern der Grundschule Königsburg mittanzen und dabei auch die ersten Buchstaben lernen. Ausgestattet mit Tornister und allen wichtigen Materialien führten Sundri Hofmann und Nina Manns die Erstklässler zur ersten Schulstunde. Zuvor hatte Andreas Weitz von der Polizei noch ein paar Schulwegtipps parat.

Eine Tiger- und eine Bärenklasse gibt es seit Donnerstag an der katholischen Grundschule. Hier passen ab sofort Kathrin Hannibal und Meike Hunstiger auf die kleinen Raubtiere auf. Die erste Hausaufgabe bei Meike Hannibal gab es dann auch schon: „Bitte malt mir auf, was alles in eurer Schultüte war.“ Zuvor hatten die Schüler der vierten Klasse in einem Gottesdienst in St. Michael die Janosch-Geschichte vom Tiger und Bären aufgeführt.

Ebenfalls mit einem Gottesdienst ging es für die 42 Erstklässler der evangelischen Grundschule in den neuen Lebensabschnitt. Einiges, was sie erwartet und was sie alles lernen, zeigten ihnen die Schüler der zweiten Klasse. Später in den beiden Schulräumen angekommen, erklärten die Klassenlehrerinnen Marion Sadowski (1a) sowie Svenja Lehmann und Britta Schwarze (beide 1b), wie man sich im Unterricht meldet. „Wir fangen ganz langsam an“, erklärte Schulleiterin Schwarze die Herangehensweise. Es werde dann von den Stärken ausgegangen. „Wenn man sich viel zutraut, kann man viel lernen.“ Durch die in den Kindergärten bereits erfolgten Sprachstandserhebungen seien die Kenntnisse besser als früher. „Man merkt, dass es Delfin gab und eine Frühförderung.“

Natürlich kam das gegenseitige Kennenlernen an den Schulen auch nicht zu kurz. Die Mitschüler mussten sich erst einmal beschnuppern. Auch den Eltern wurde die Möglichkeit gegeben, erste Kontakte zu knüpfen. In allen Schulen kümmerten sich die Fördervereine und viele engagierte Helfer um das Wohl der Eltern. Waffeln, Kuchen und heißer Kaffee waren an diesem regnerischen Tag sehr begehrt und verkürzten die Wartezeit. Nicht fehlen durften natürlich die Erinnerungsfotos, die sich nun auf der Chipkarte befinden. ▪ Marco Fraune und David Schröder

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das Login-Formular anmelden.


Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.

Netiquette
Hinweis: Kommentieren Sie fair und sachlich! Rassistische, pornografische, menschenverachtende, beleidigende oder gegen die guten Sitten verstoßende Äußerungen sind verboten und werden gelöscht.

Kommentare