Der kleine Bagger ist schon da

Mitarbeiter der Stadtwerke klemmen Gas und Wasser ab.

WERDOHL ▪ Ein kleiner Bagger ist schon da, doch die großen dürfen noch nicht anrücken: Ingo Wöste von der Wohnungsgesellschaft wartet täglich auf das Signal, mit dem Abriss der fünf Häuser gegenüber dem Nachbarschaftshilfezentrum in Ütterlingsen beginnen zu dürfen.

Die Wohnungsgesellschaft will die alten, nicht mehr wirtschaftlichen Mietshäuser abreißen und für 2,3 Millionen Euro einen neuen Wohnkomplex mit barrierefreien Wohnungen errichten. Für den Abriss der Altbauten hatte die Woge Mittel aus dem Stadtumbau West beantragt. Mit der Bewilligung des ganzen Umbau-Programms der Stadt ist erst im Herbst zu rechnen.

Wie bereits berichtet, hatte ein Mitarbeiter einer dem Ministerium zuarbeitenden Agentur vor Wochen im Ausschuss für Umwelt und Stadtentwicklung erklärt, der Minister habe einem vorzeitigen Maßnahmenbeginn für den Abriss zugestimmt. Das war auch so, doch musste dieser Bescheid erst vom Düsseldorfer Ministerium zur Bezirksregierung in Arnsberg wandern, bevor er bei der Stadt und danach bei der Wohnungsgesellschaft eintreffen wird.

Dass Wöste jetzt täglich mit Eintreffen des Bescheides rechnet, wird durch die jetzt begonnenen Vorarbeiten für den Abriss unterstützt. Die Mark E kappt die Hausanschlüsse, ein Vermessungsbüro hält die Lage der Leitungen rund um die Häuserzeile fest. Auch die Stadtwerke sind aktiv: Gas- und Wasseranschlüsse werden getrennt. Dazu musste der kleine Bagger anrücken, um die Anschlüsse freizulegen.

Den Abbruch selbst wird die Firma Ossenberg aus Neuenrade übernehmen. Die Wohnungsgesellschaft hatte die Arbeiten ausgeschrieben. Wöste gestern auf Nachfrage: „Ossenberg ist informiert, dass es ganz spontan losgehen kann.“

Wenn der Abriss vollzogen ist, geht das Warten allerdings weiter. Die Wohnungsgesellschaft hat für den Neubau Wohnungsbaufördermittel in Form eines Darlehns mit einem Prozent Zinsen beantragt. Wöste weiß, dass in diesem Jahr erstmals der Fördertopf „mehrfach überzeichnet“ ist. Es gibt mehr Anträge als die landesweit 900 Millionen Euro Kreditsumme. Wöste ist sich sicher, mit seinem Konzept für die Stadtteilentwicklung Ütterlingsen gut im Rennen zu liegen. Begonnen werden soll in diesem Jahr.

Die 22 alten- und behindertengerechten Wohnungen werden für den Fixpreis von 4,45 Euro vermietet. Dazu ist ein Wohnberechtigungsschein nötig. Neben den Wohnungen gibt es einen 120 Quadratmeter großen Gemeinschaftsraum und 22 Stellplätze auf einer Parkpalette.

Volker Heyn

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