Katholiken diskutieren Umfrageergebnisse

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Die Gremien von St. Michael und die Mitglieder einiger Arbeitskreise diskutierten die Ergebnisse der Fragebogenaktion „Kirche neu denken“ am Wochenende in Schwerte.

Werdohl/Neuenrade - Die Gremien der Katholischen Kirchengemeinde St. Michael haben bei einer Klausurtagung am Wochenende in Schwerte die Ergebnisse der Umfrage zum Pfarreientwicklungsprozess diskutiert. Es habe eine „lebendige Diskussion“ gegeben, erklärte die beratende Agentur gestern, teilte aber über konkrete Inhalte nichts mit. Die Pfarrei und die Öffentlichkeit sollten „kurzfristig“ darüber informiert werden. 

„Was erwarten die Menschen in der Zukunft von der Institution Kirche und der Kirche vor Ort? Welche konkreten individuellen Wünsche und Bedürfnisse stehen im Vordergrund? Und: Welche Schlussfolgerungen muss die Pfarrei St. Michael aus den Ergebnissen der Umfrageaktion ziehen, die in den vergangenen Wochen in ihrem Einzugsbereich durchgeführt wurde?“

Diese Fragestellungen formulierte PR-Berater Peter Sieger aus Halver, der von der Kirchengemeinde mit der Abwicklung der Umfrage beauftragt war. Nicht weniger als „die gute Zukunft der Pfarrei“ habe im Mittelpunkt der Klausurtagung gestanden, die am Samstag in der Katholischen Akademie Schwerte stattfand, so Sieger. Das Umfrageprojekt „Kirche neu denken“ war zentrales Thema dieser Veranstaltung.

Was soll bleiben?

Versammelt hatten sich in Schwerte Vertreter der Gemeinderäte Werdohl und Neuenrade, der Kirchenvorstand sowie Pfarreimitglieder, die bereits in verschiedenen Arbeitskreisen aktiv an dem Prozess mitgewirkt haben. „Was soll bleiben, was soll werden, damit deutlich wird, da ist christliches Leben?“ hieß es in der Einladung zu der Klausurtagung, die von der Bistumsbeauftragten Ina Kramer moderiert wurde.

Nachdem Benedikt Gnacke den aktuellen Stand des Projektes noch einmal zusammengefasst hatte, wurden die Ergebnisse der Umfrage von Peter Sieger (siegerbrauckmann, Büro für Wirtschaftskommunikation, Halver) und Prof. Dr. Peter Vieregge (Institut für Regional- und Wissensmanagement, Plettenberg) im Detail vorgestellt und erläutert.

Vor allem Frauen antworten

Rund 5500 Fragebögen waren als Beilage des Bistumsmagazins Bene und durch Verteilung im Gemeindegebiet verbreitet worden. Darüber hinaus war der Fragebogen zum Download und als interaktives elektronisches Formular auf der Internetseite der Pfarrei verfügbar. In der überwiegenden Mehrzahl seien es Frauen gewesen, die den Fragebögen ausgefüllt hatten. Der Altersdurchschnitt läge bei 60 Jahren. Wie viele Personen sich an der Umfrage beteiligt hatten, wurde nicht öffentlich mitgeteilt.

Beeindruckend, so Sieger, sei das Engagement einiger Teilnehmer gewesen, die ihre Antwort nicht nur auf den Fragebogen selbst beschränkten, sondern teilweise mehrseitige Briefe formulierten. So seien es die frei formulierten Kommentare gewesen – auch hierfür ließ der Fragebogen Raum – die mit viel konstruktiver Kritik umfangreichen Input für lebendige Diskussionen bei der Klausurtagung in Schwerte lieferten.

Was kann umgesetzt werden?

In der zweiten Tageshälfte beschäftigten sich sowohl das Plenum als auch verschiedene Arbeitsgruppen mit den Ergebnissen der Befragung. „Welche der mehrheitlich geäußerten Änderungswünsche können kurzfristig umgesetzt werden? Womit beginnen wir? Wie sieht der Zeitrahmen bis zur Abgabe des Votums an den Bischof aus?“

Antworten auf diesen Fragenkatalog sollen in einem Prozess in den kommenden Wochen gefunden werden. Ziel sei es, die Pfarrei St. Michael und die Öffentlichkeit kurzfristig über Ergebnisse zu informieren und deutlich zu machen, dass die Ergebnisse des Fragebogens sehr ernst genommen würden und Basis für das weitere Handeln seien.

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