Reduziertes Angebot

Kitas öffnen ab Montag nur eingeschränkt: Das müssen Werdohler Eltern wissen

Das Betreuungsangebot in den Kitas wird ab Montag deutlich zurückgefahren.
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Das Betreuungsangebot in den Kitas wird ab Montag deutlich zurückgefahren.

Die Kindertagestätten (Kitas) in Werdohl werden wegen der Corona-Pandemie wie landesweit alle Kitas ab Montag, 11. Januar, nur noch eingeschränkt geöffnet sein.

Darauf hat die Stadt Werdohl am Freitag in einem Elternbrief hingewiesen. Das Schreiben ist auf der Internetseitseite der Stadt zu finden.

Das bedeutet, dass die Betreuungszeiten in den Kitas durchweg um wöchentlich zehn Stunden reduziert werden. Eltern, die für ihr Kind eine Betreuung an 25 Wochenstunden gebucht haben, können es also nur noch 15 Stunden pro Woche (montags bis freitags von 8 bis 11 Uhr) in die Kita schicken. Bei einer 35-Stunden-Buchung reduziert sich die Betreuungszeit auf 25 Stunden (montags bis freitags von 8 bis 13 Uhr) und bei einer 45-Stunden-Buchung auf 35 Stunden (montags bis freitags von 7.30 bis 14.30 Uhr).

Stadt appelliert an die Eltern

Allerdings appelliert die Stadt wie auch die Landesregierung an die Eltern, dieses Angebot nur zu nutzen, wenn es absolut notwendig ist. „Lassen Sie Ihre Kinder, wenn es irgendwie geht, zuhause“, heißt es in dem Elternbrief.

Kinderkrankengeld

Das Kinderkrankengeld ist eine Leistung der gesetzlichen Krankenversicherung und kommt zum Tragen, wenn Eltern wegen der Pflege eines kranken Kindes nicht arbeiten gehen können. Für jedes gesetzlich versicherte Kind unter zwölf Jahren erhalten Mütter und Väter jeweils bis zu zehn Arbeitstage, Alleinerziehende bis zu 20 Tage Kinderkrankengeld pro Jahr. Wegen der Coronapandemie wurde der Anspruch jetzt verdoppelt. Die Höhe richtet sich nach dem Einkommen, ist aber deutlich geringer als das reguläre Einkommen. Beantragt werden muss das Kinderkrankengeld direkt bei der Krankenkasse.

Andererseits gilt aber auch der Grundsatz der garantierten Betreuung. Wer unbedingt auf die Kita-Betreuung angewiesen ist, bekommt sie auch. Und anders als beim ersten Lockdown im Frühjahr gilt das Angebot der Betreung nicht nur für Kinder von Eltern in systemrelevanten Berufen. Sie ist vielmehr für Kinder aller Eltern möglich, wenn es berufliche Gründe oder familiäre Überbelastung gibt. Die städtischen Kitas Momo, Gernegroß, Wunderkiste und Budenzauber bitten die Eltern aber eindringlich darum, frühzeitig mitzuteilen, ob sie eine Betreuung für ihre Kinder in Anspruch nehmen müssen. „Die genauen Zeiten müssen telefonisch in Einzelabsprachen mit den Kita-Leitungen festgelegt werden“, heißt es in dem Elternbrief. Auch bei weiteren Fragen seien die Leitungen der Kindertagesstätten telefonisch zu erreichen.

Beim Abholen und Bringen besteht Maskenpflicht

Die Kitas weisen auch auf die bestehende Maskenpflicht hin. Beim Bringen und Abholen der Kinder müsse ein Mund-Nase-Schutz getragen, sowie auf die Einhaltung der Abstandsregeln und der Hygieneregeln in der Kita geachtet werden. Die Regelungen gelten zunächst für die Dauer des Lockdowns bis zum 31. Januar.

Derweil wurde am Donnerstag noch bekannt, dass die Kita-Gebühren in ganz NRW im Monat Januar ausgesetzt werden sollen, Eltern also nichts für die (nicht in Anspruch genommene) Betreuung ihrer Kinder bezahlen müssen. Ähnlich waren die Kommunen bereits beim Lockdown im Frühjahr 2020 verfahren. In Werdohl hatten Eltern für Mai und April gar keine und für Juni und Juli nur einen Teil der Elternbeiträge bezahlen müssen.

Über Gebührenverzicht noch nicht entschieden

Inwieweit Werdohl auch jetzt wieder auf die Gebühren verzichtet, ist nach Worten von Jugendamtsleiterin Kirsten von der Crone noch offen. Die Stadt sei nach wie vor an ihr Haushaltssicherungskonzept gebunden, das sie zur Konsolidierung ihrer Finanzen zwingt. Wie letztlich verfahren wird, sollen die Eltern aber zeitnah erfahren. Die Stadt müsste die Hälfte der Elternbeiträge selbst tragen, die andere Hälfte würde ihr vom Land erstattet.

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