Kita Wunderkiste ist „Haus der kleinen Forscher“

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Die Vorschulkinder freuten sich über die Zertifizierung zum „Haus der kleinen Forscher“. ▪

WERDOHL ▪ Tornados wüteten am heutigen Dienstag in der Kindertageseinrichtung Wunderkiste in Ütterlingsen. Gebannt verfolgten jede Menge Nachwuchsforscher das naturwissenschaftliche Phänomen. Mindestens genauso spannend fanden das Landrat Thomas Gemke, Bürgermeister Siegfried Griebsch, Jugendamtsleiterin Sybille Dworschak sowie die Vertreter der Iserlohner Wirtschaftsjunioren Björn Schauerte und Jutta Groß. Sie alle waren in die Kindertageseinrichtung gekommen. Denn die Wunderkiste bekam die Auszeichnung zum „Haus der kleinen Forscher“ überreicht. Von Lydia Machelett

Als erste Kindertageseinrichtung in Werdohl erhält die Ütterlingser Wunderkiste diese Auszeichnung. „Die Kita wird ausgezeichnet aufgrund ihres Engagements bei der Förderung frühkindlicher Bildung in den Bereichen Naturwissenschaften und Technik“, erklärte Jutta Groß, Leiterin der Netzwerkstelle. Der Kreis der Jungen Unternehmer Iserlohn (KJU) fungiert in diesem Projekt als lokales Netzwerk. Die Wunderkiste ist die 64. Kita im Kreis, die diese Auszeichnung bekam. Doch zuvor mussten einige Bedingungen erfüllt werden. Als erstes wurden die Erziehrinnen geschult. Das Netzwerk ermöglichte die Teilnahme an verschiedenen Workshops. Mit Begeisterung wurden die Vorschläge aus den Lehrgängen in den Kita-Alltag integriert. So wurde beispielsweise ein Experimentierraum eingerichtet.

„Die Kinder sollen auf spielerische Art Phänomene ihrer Alltagswelt kennen lernen“, berichtete Erzieherin Britta Napiralla-Prior, die für die Umsetzung innerhalb der Kita zuständig ist. Durch das Forschen und Experimentieren sowie das gemeinsame entdecken von Phänomenen würde nicht nur die Neugier der Kinder geweckt, sondern die Kinder würden zugleich in ihrer Lern-, Sozial- und Sprachkompetenz sowie in ihren feinmotorischen Fähigkeiten gefördert.

„Als Schirmherr dieses Projektes sehe ich mit Freude, wie die Begeisterung der Kinder für das Experimentieren und Forschen gefördert wird“, erklärte Landrat Thomas Gemke. Zudem sei er überzeugt davon, dass der frühe Zugang zu naturwissenschaftlichen und technischen Phänomenen langfristig dazu beitragen könne, einem Fachkräftemangel in den entsprechenden Bereichen entgegenzuwirken.

Mehr als 40 Kinder profitieren in der Wunderkiste von der Unterstützung der Stiftung und des Netzwerkes. Die Kinder experimentieren mit alltäglichen Dingen, wie Trinkhalmen, Pipetten, Flaschen, Knete oder Luftballons. In der Region ist der KJU Iserlohn in Kooperation mit der SIHK zu Hagen der lokale Netzwerkpartner der gemeinnützigen und bundesweit tätigen Stiftung. Seit November 2009 haben sich bislang 63 Einrichtungen des Nordkreises und eben die Wunderkiste zertifizieren lassen.

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