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Kita-Neubau oder -Ausbau: Die Kinder kommen zu Wort

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Von: Volker Griese

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Die Kindertagesstätte St. Michael an der Brüderstraße könnte abgerissen und als vierzügige Einrichtung neu gebaut werden. Es gibt aber auch andere Optionen für eine Zusammenlegung mit der Kita St. Bonifatius.
Die Kindertagesstätte St. Michael an der Brüderstraße könnte abgerissen und als vierzügige Einrichtung neu gebaut werden. Es gibt aber auch andere Optionen für eine Zusammenlegung mit der Kita St. Bonifatius. © Volker Griese

Der Kita-Zweckverband des Bistums Essen plant die Zusammenlegung der beiden katholischen Kindertagesstätten St. Michael und St. Bonifatius. Wie genau das vonstatten gehen soll, ist noch weitgehend offen. Nur der Zeitpunkt wird schon ziemlich konkret genannt.

Werdohl ‒ Mit modernen Kitas möchte der Kita-Zweckverband den gesellschaftlichen Veränderungen und wirtschaftlichen Herausforderungen begegnen. Um für die Anforderungen und Aufgaben der nächsten Jahre gerüstet zu sein, sollen zum Beispiel zweizügige Einrichtungen wie die Kita St. Bonifatius in Eveking aufgegeben werden. In der Werdohler Innenstadt soll dann eine moderne vierzügige Kita St. Michael geschaffen werden, die auch von Kindern aus dem Versetal besucht werden soll.

Um die Möglichkeiten zu sondieren, wie ein solcher Zusammenschluss auch baulich vollzogen werden kann, hatte sich am Freitag ein interdisziplinäres Team des Kita-Zweckverbands an der Brüderstraße getroffen. „Wir prüfen in viele Richtungen, was machbar ist“, formulierte Iris Leidel, Gebietsleiterin des Zweckverbandes für den Märkischen Kreis, den Arbeitsauftrag für diese Gruppe. Infrage komme neben einem Umbau der Kita St. Michael auch ein Anbau an das vorhandene Gebäude und sogar ein Abriss mit anschließendem Neubau, sagte Leidel.

Eine Entscheidung darüber, für welche Variante sich der Zweckverband entscheiden wird, ist noch längst nicht gefallen. „Es müssen jetzt erst einmal die genauen Kosten ermittelt werden“, nannte Leidel einen der nächsten Schritte. Fest steht bisher nur, dass der Zweckverband die Zusammenlegung der beiden Einrichtungen möglichst im Sommer 2025 vollziehen möchte. Ob sich das tatsächlich realisieren lässt, ist aber keineswegs sicher. Leidel nannte den Grund: „Wir wissen ja alle nicht, was in der Baubranche passiert“, spielte sie auf Materialengpässe und steigende Preise an, die gerade vielen Bauherren zu schaffen machen. Insofern könne der Zweckverband eigentlich froh sein, jetzt noch keine Entscheidung über Um-, An- oder Neubau treffen zu müssen, räumte Leidel ein.

Zeit zu verlieren hat der Zweckverband dennoch nicht. Die nächsten Wochen sollen deshalb genutzt werden, um auch die Kinder zu Wort kommen zu lassen. „Für uns ist es ganz wichtig, die Kinder in die Entscheidungen einzubeziehen“, betonte Leidel. Deshalb sollen die Mädchen und Jungen nun befragt werden, was sie sich von einer Kita wünschen und was ihnen wichtig ist, wenn ihre Einrichtung neu gestaltet wird.

Noch vor den Sommerferien soll sich das interdisziplinäre Team des Zweckverbandes dann erneut treffen. Eine Entscheidung über das weitere Vorgehen solle „definitiv noch dieses Jahr“ fallen, sagte Leidel.

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