Umwelt schonen und Kosten senken

Kita zieht Ökoprofit-Bilanz: Kleine Maßnahmen - große Wirkung

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Sie sind sehr zufrieden mit der Ökoprofit-Bilanz für die Kita Gernegroß: Klimaschutzmanagerin Meike Majewski, GWS-Projektleiter Marcel Krings, Kita-Leiterin Birgit Nörthemann und Wirtschaftsförderer Andreas Haubrichs (von links). Dass Nörthemann für die Kita eine Auszeichnung entgegennehmen durfte, freut nicht nur ihr Team, auch die Mädchen und Jungen sind begeistert.

Werdohl - 1,4 Tonnen CO2 weniger und eine Kostensenkung in Höhe von 880 Euro – die jährlichen Einsparungen in der Kindertagesstätte Gernegroß können sich sehen lassen. Doch die Folgen der Teilnahme am Projekt Ökoprofit, die nicht auf den ersten Blick erkennbar sind, könnten noch viel gravierender sein: Die Gernegroß-Kinder werden täglich an das wichtige Thema Klimaschutz erinnert – und setzen entsprechende Maßnahmen auch außerhalb der städtischen Einrichtung um.

„Seit unserer Teilnahme haben wir Piktogramme angebracht. Sie erinnern die Kinder zum Beispiel daran, Licht und Wasser zu sparen“, erzählt Kita-Leiterin Birgit Nörthemann. Diese Bildsymbole seien jetzt auch in Werdohler Haushalten gefragt: „Viele Eltern haben uns schon darauf angesprochen, weil die Kinder sie auch zuhause haben möchten.“

Das freut Werdohls Klimaschutzmanagerin Meike Majewski natürlich ganz besonders: „Auf diese Weise erreichen wir, dass sich viele Menschen mit Klimaschutzthemen beschäftigen. Deshalb ist die Kita ein gutes Beispiel dafür, dass die Ökoprofit-Teilnahme nicht nur für große Unternehmen sinnvoll ist.“ Wirtschaftsförderer Andreas Haubrichs ergänzt: „Es hat sich bewährt, größer zu denken, und Gernegroß ins Rennen zu schicken.“

Erfolg kommt nicht von alleine

Von selbst habe sich der Erfolg während der einjährigen Projektzeit ab März 2019 aber nicht eingestellt, unterstreicht Birgit Nörthemann. „Unser gesamtes Team stand hinter der Idee. Zusätzlich hatten wir noch ein kleines Ökoprofit-Team, das großen Einsatz gezeigt hat.“

In der Kita waren es viele kleine Maßnahmen, die zum Erfolg geführt haben: „Unsere Wasserhähne wurden überprüft und der Druck verringert. Dadurch, und durch die Sensibilisierung der Kinder sparen wir Wasser“, nennt Birgit Nörthemann ein Beispiel. Auch die Größe der Papierhandtücher, die zum Abtrocknen der Hände benutzt werden, wurde verändert: „Sie sind jetzt kleiner, aber die Hände werden trotzdem trocken.“

Auch Stadtkasse wird geschont

Von der Nutzung gebrauchter, aufgearbeiteter Spielgeräte im Kitagarten profitiert nicht nur die Stadtkasse – auch Ressourcen werden geschont. Auch in anderen Bereichen ist der Garten vorbildlich: Es gibt ein Schlüssellochbeet, das quasi einen Komposthaufen beinhaltet, der die Bepflanzung düngt, Wildblumen-Streifen für Schmetterlinge und andere Insekten, Vogelschutzgehölze und eine Regentonne für die Bewässerung.

In Sachen umweltfreundliche Mobilität ist die Stadt dank der Kita ebenfalls einen Schritt weiter: Gernegroß-Erzieherinnen haben im Laufe des Projektes Fahrgemeinschaften gebildet. „Und zwei Mitarbeiterinnen kommen jetzt mit dem Fahrrad“, ergänzt die Kita-Leiterin.

Interesse an Nachfolgepropjekt

Rückblickend zieht sie eine rundum positive Bilanz: „Für uns war es eine tolle Zeit.“ Deshalb möchte sich das Gernegroß-Team auch am Ökoprofit-Nachfolgeprojekt beteiligen und in den Ökoprofit-Klub eintreten.

„Die Mitgliedschaft beinhaltet unter anderem zwei jährliche Treffen. Dabei können sich die bisherigen Teilnehmer austauschen und werden mit neuen Informationen zum Thema Klimaschutz versorgt“, berichtet Marcel Krings, der das Projekt im Auftrag der Gesellschaft zur Wirtschafts- und Strukturförderung (GWS) im Märkischen Kreis betreut hat. Er freut sich, dass inzwischen bereits acht der zehn Ökoprofit-Teilnehmer aus der letzten Runde dem Klub beitreten möchten.

Interessierte können noch einsteigen

Aktuell wirbt Marcel Krings für die Teilnahme an der nächsten Runde, die in diesem Jahr beginnen soll – sobald sich zehn Teilnehmer gemeldet haben. Interessenten können sich unter Tel. 02352/927212 oder per E-Mail an krings@gws-mk.de melden.

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