Kita Gernegroß vergrößert Außengelände

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Das Team der Kita Gernegroß kann es kaum erwarten, die Freifläche am Kirchpfad in einen Garten zu verwandeln. Gemeinsam mit den Kindern wollen die Erzieherinnen dann auch Gemüse einsäen oder anpflanzen und später ernten.

Werdohl - Die Gummistiefel stehen schon bereit – aber bevor sie in ihrem neuen Garten loslegen können, müssen die Kinder und das Team der Kindertagesstätte (Kita) Gernegroß noch etwas Geduld aufbringen.

„Wir können es kaum erwarten“, sagt Kita-Leiterin Birgit Nörthemann. Sie ist glücklich, dass es der Verwaltung jetzt gelungen ist, einen Pachtvertrag mit der Evangelischen Kirchengemeinde Werdohl abzuschließen. 

Bereits als die Einrichtung vor etwa fünf Jahren – im September 2013 – eröffnet wurde, gab es die Überlegung, das Gelände zu nutzen, das sich in der Nachbarschaft des Kita-Gebäudes unterhalb der Stadtklinik befindet. Denn das eigentliche Gernegroß-Außengelände entspricht nicht den Vorgaben – es ist zu klein. Doch im Gebäude gab es Ausgleichsflächen, und letztlich schlug auch die Verwaltung vor, aus Kostengründen auf das Gelände zu verzichten. 

1400 Quadratmeter großes Grundstück 

Nachdem 2016 allerdings klar war, dass der Betreuungsbedarf in der Stadtmitte steigt und eine fünfte Gruppe eröffnet werden soll, änderte sich die Situation: Durch den Betrieb der zusätzlichen Gruppe entfiel ein großer Teil der Ausgleichsfläche im Gebäude, die bisher das zu kleine Außengelände kompensiert hatte: Das Grundstück der Kirchengemeinde war wieder im Gespräch. 

Noch in diesem Jahr sollen nun die Bagger der Neuenrader Firma Ossenberg anrücken, um das 1421 Quadratmeter große Gelände, auf dem früher einmal Schrebergärten angelegt waren, zu begradigen. „Außerdem wird vom Kirchpfad aus eine Zufahrt angelegt, damit die Mitarbeiter des Bauhofes bei Bedarf auf das Grundstück fahren können“, berichtet Birgit Nörthemann. 

Das Grundstück unterhalb der Stadtklinik ist gut 1400 Quadratmeter groß, es bietet viel Platz zum Spielen und Toben.

Anschließend soll das gesamte Gelände mit einem Holzzaun eingefriedet werden. Dann endlich dürfen die Kinder ihr neues Spielparadies zum ersten Mal betreten. „Vorher ist das aus Sicherheitsgründen leider nicht möglich“, erklärt die Kita-Leiterin. 

Spätestens im kommenden Frühjahr möchte das Gernegroß-Team dann mit dem Nachwuchs auf dem Grundstück richtig aktiv werden. „Unser Garten ist ein Langzeitprojekt, und alle Kinder sollen eingebunden werden und davon profitieren“, berichtet Nörthemann. 

Kinder sollen pflanzen, pflegen und ernten 

Zwei bis drei Beete würden angelegt. Dort solle vor allem schnell wachsendes Gemüse wie Gurken und Bohnen angepflanzt werden. „Damit die Kinder das Wachstum erfassen können“, erklärt die Kita-Leiterin. Sie fügt hinzu: „Ganz wichtig ist uns, dass die Kinder die Natur anfassen können.“ Dass die Mädchen und Jungen die Pflanzen selbst pflegen und später auch ernten, sei selbstverständlich. 

Natürlich werde es auch reichlich Platz zum Spielen und Toben geben, deshalb sei geplant, etwas mehr als die Hälfte des gesamten Grundstücks als Rasenfläche einzusäen. Rund um einige Obstbäume werde außerdem eine weitere Schmetterlingswiese eingesät, damit eine Mini-Streuobstwiese entstehe. 

Nörthemann möchte außerdem einen Sinnespfad mit ihrem Team gestalten. Einzelne Spielgeräte – beispielsweise eine Hangrutsche, eine Schaukel und ein Kletterelement – könnten nach und nach angeschafft werden und für zusätzliche Bewegungsanreize sorgen. 

Eine große Gartenhütte, die schon bestellt ist, soll den Mädchen und Jungen als Unterschlupf im Grünen dienen. „Darin können wir auch bei schlechtem Wetter die Natur beobachten“, hat Birgit Nörthemann geplant. In einem kleinen Nebenraum könnten Gartengeräte gelagert werden. 

Auch einen kleinen Bauspielplatz wünscht sich die Kita-Leiterin für ihre Schützlinge. „Dort könnten wir Dinge für unseren Garten selbst gestalten.“

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