Kita Gernegroß: So schön wird der neue Außenbereich

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Die Böschung des Kinder-Gartens der Kita Gernegroß haben Mitarbeiter des Garten- und Landschaftsbaubetriebs Wilmes in dieser Woche mit verschiedenen Gehölzen bepflanzt.

Werdohl – Mitarbeiter des Gartenbaubetriebs Wilmes haben in dieser Woche den Garten der Kindertagesstätte Gernegroß weiter verschönert.

Auf dem 1400 Quadratmeter großen schmalen Grundstücksstreifen unterhalb der neuen Stadtklinik-Parkplätze an der Schulstraße entsteht seit dem vergangenen Herbst nach und nach ein Kinder-Garten, in dem die Mädchen und Jungen der Einrichtung die Möglichkeit erhalten sollen, selbst Obst und Gemüse anzubauen und zu ernten. Auch einige Spielgeräte haben auf der Fläche schon einen Platz gefunden. 

In den vergangenen Tagen ist die 900 Quadratmeter große Böschung mit Gehölzen bepflanzt worden. „Wir pflanzen 600 bis 700 reine Vogelschutz- und Vogelnährgehölze“, berichtete Ingo Willmes, Geschäftsführer des Garten- und Landschaftsbaubetriebes. Die seien geeignet, den gefiederten Freunden Unterschlupf- und Nistmöglichkeiten sowie Nahrung zu bieten. „Und die Blütenfülle tut auch den Insekten gut“, ergänzte Wilmes. „In der Innenstadt fehlen genau solche Pflanzen.“ 

Ebereschen und Traubenkirschen

Gepflanzt werden auf dem Areal unter anderem Erbereschen, deren leuchtend rote Früchte für Menschen roh ungenießbar, bei Vögeln dagegen sehr beliebt sind. Sie haben dem Baum, der eine Größe von zwölf Metern erreichen kann, auch den Namen Vogelbeere eingebracht. 

Darüber hinaus haben Traubenkirschen ihren Platz in dem Kinder-Garten gefunden. „Die sind ein absoluter Bienenmagnet“, schwärmt Landschaftsarchitektin Daniele Bickert, die die Anpflanzung geplant hat, von dem mehrstämmigen Großstrauch, der von April bis Mai zehn bis 15 Zentimeter lange Blütentrauben entwickelt. Daraus werden im Laufe des Sommers dann erbsengroße Kirschen mit etwas bitterem Geschmack. 

Säuerliches Wildobst

Auch die Kornelkirsche wird demnächst auf dem lang gestreckten Grundstück unterhalb der Schulstraße gedeihen. „Die ist mein absoluter Favorit“, verrät Bickert und betont, dass die rotglänzenden Früchte des gelbblühenden Strauches essbar sind. Allerdings sei das Wildobst etwas säuerlich im Geschmack. 

Bei der Auswahl der Pflanzen hat die Landschaftsarchitektin aber auch ihre Verwendung in der Kindertagesstätte bedacht. So wurde beispielsweise auch die Gemeine Heckenrose angepflanzt. Aus den Blüten, die von Mai bis Juni erscheinen und von Bienen gerne angeflogen werden, entwickeln sich scharlachrote ovale Früchte, mit denen Kinder basteln können und denen Hoffmann von Fallersleben sogar ein Kinderlied („Ein Männlein steht im Walde“) gewidmet hat: Hagebutten. 

Böschungsbereich soll gefestigt werden

Einen ganz anderen, profaneren Zweck sollen dagegen die Kartoffel- oder Apfelrosen erfüllen, die die Wilmes-Mitarbeiter in dieser Woche in die Erde gesetzt haben. Der Ausläufer treibende Strauch mit den borstig-stacheligen Trieben soll neben der Kornelkirsche dazu beitragen, den Böschungsbereich dauerhaft zu festigen. Dass die rosafarbenen Blütendolden von Juni bis in den Oktober hinein als Bienenweide dienen können, ist ein willkommener Nebeneffekt. 

„Wir haben besonderes Augenmerk auf die Artenvielfalt gelegt, um den Kindern die Natur näherbringen zu können“, erklärt Landschaftsarchitektin Bickert. Anhand von Blüte, Frucht, Herbstfärbung und Laubfall der ausgewählten Gehölze könne der Jahreslauf gut nachvollzogen werden. Bickerts Chef Ingo Wilmes betont noch, dass die ganze Anlage relativ pflegeleicht sei, wenn die Gehölze einmal angewachsen seien. „Anfangs muss unter den Sträuchern noch Gras gemäht werden. Nach zwei, drei Jahren ist dann aber kaum noch eine Pflege nötig“, versichert er.

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