Kita Gernegroß: Abschied von Silke Wiederspahn-Hopmann

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Silke Wiederspahn-Hopmann tritt morgen offiziell in den Ruhestand ein.

Werdohl - „Stillstand hätte ich nicht ertragen können. Und Mittelmäßigkeit habe ich immer als sehr schlimm erfunden“, stellt Silke Wiederspahn-Hopmann fest. Wer die engagierte, agile Leiterin der Kindertagesstätte Gernegroß kennt, nimmt ihr diese Aussagen vorbehaltlos ab.

Nach 30-jähriger Tätigkeit bei der Stadt Werdohl tritt die Werdohlerin morgen offiziell in den Ruhestand ein. 

Das Team und die Mädchen und Jungen der Kita haben Silke Wiederspahn-Hopmann bereits in der vergangenen Woche verabschiedet, zunächst in den Urlaub. Leicht war dieser Abschied für keinen der Beteiligten – wobei sich die Werdohlerin auf ihr neues Leben freut: „Ich werde viel Sport treiben, um meine Energie zu kompensieren. Und ich werde zunächst einfach in den Tag hinein leben und genießen – ohne Termine und Zeitdruck.“ 

Werdohlerin hat drei Kitas geleitet 

Die staatlich anerkannte Erzieherin hat gleich mehrere Werdohler Einrichtungen entscheidend geprägt und viele Generationen auf ihrem Lebensweg ein Stück begleitet. 1988 übernahm sie die Leitung der Funkenburg, 1993 wechselte sie in die Kita Budenzauber. „Es war die erste Einrichtung in Werdohl, für die es ein komplettes Konzept gab. Ich habe es damals erarbeitet“, erinnert sich die demnächst 61-Jährige. Aus familiären Gründen trat sie dann in die hintere Reihe zurück. „Aber erst, als diese Einrichtung gut lief“, bescheinigt Fachbereichsleiter Bodo Schmidt der Fachkraft eine besondere Einsatzbereitschaft. 

Gernegroß ist ein Erfolgsmodell 

2006 kehrte die Werdohlerin erneut als Leiterin in die Funkenburg zurück. Als diese Kita geschlossen wurde, nahm Silke Wiederspahn-Hopmann eine weitere große Herausforderung an: Seit 2013 hält sie die Fäden in der neu gegründeten Kita Gernegroß in der Hand. 

Sie könne sich noch gut an ihren ersten Besuch in der ehemaligen „Roten Schule“ vor den umfangreichen Umbaumaßnahmen erinnern, berichtet Wiederspahn-Hopmann: „Ich habe mit den Bauplänen in dem riesigen Gebäude gestanden und gedacht ,Wie soll daraus nur ein Kindergarten werden?’“ 

Doch nicht zuletzt dank ihres Engagements wurde das „große Haus für kleine Leute“ ein Erfolgsmodell, so dass gleich zur Eröffnung eine fünfte Gruppe eingerichtet werden musste. „Ich habe aber auch viel Glück gehabt, dass ich schalten und walten konnte, wie ich wollte. Und ich hatte viel Unterstützung durch einen Einrichter“, stellt die Werdohlerin fest. 

Momentan besuchen 100 Mädchen und Jungen die Kita Gernegroß. Zum Team gehören 15 Erzieherinnen, ein Erzieher und zwei Hauswirtschaftskräfte. Ihren Mitstreitern dankt Silke Wiederspahn-Hopmann für die tatkräftige Unterstützung in den vergangenen Jahren: „Man ist immer nur so gut wie das Team, das hinter einem steht.“ Gleichzeitig sei die Mitarbeiterführung aber auch eine der wichtigsten Aufgaben einer Kita-Leiterin. „Man muss das Team mitnehmen und dafür sorgen, dass es nach Wechseln immer wieder neu zusammenwächst.“ 

Birgit Nörthemann tritt die Nachfolge an 

Um diese, die ständig neuen Herausforderungen als Leiterin einer Kindertagesstätte, und obendrein die vielfältigen Verwaltungsaufgaben bewältigen zu können, „braucht man unbedingt jemanden an seiner Seite, dem man vertrauen kann“. In der Kita Gernegroß habe sie sich auf Birgit Nörthemann jederzeit verlassen können, stellt Silke Wiederspahn-Hopmann fest. Auch deshalb sei sie froh, dass die 55-Jährige jetzt ihre Nachfolge als Leiterin der Kita Gernegroß antreten werde.

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