Hoher Inzidenz-Wert

Kita-Entscheidung: Rückkehr in Regelbetrieb nur mit einer Ausnahme möglich

Trotz eines immer noch hohen Inzidenzwertes werden auch in Werdohl die städtischen Kitas mit einer Ausnahme ab Montag wieder im eingeschränkten Regelbetrieb arbeiten.
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Trotz eines immer noch hohen Inzidenzwertes werden auch in Werdohl die städtischen Kitas mit einer Ausnahme ab Montag wieder im eingeschränkten Regelbetrieb arbeiten.

Der größte Teil der Kindergartenkinder aus Werdohl wird ab Montag wieder die angestammte Einrichtung besuchen können.

Wie in dem Plan von NRW-Familienminister Joachim Stamp (FDP) vorgesehen, beginnt dann der eingeschränkte Regelbetrieb. Allerdings gibt es eine Ausnahme: In der städtischen Kita Wunderkiste wird es nur eine Notbetreuung geben.

In dem Schreiben an die Eltern der Kinder, die diese Einrichtung besuchen, heißt es: „Aufgrund der personellen Rahmenbedingungen können wir unsere Einrichtungen ab Dienstag, 23. Februar, nicht für den eingeschränkten Regelbetrieb öffnen und vorerst nur eine Notbetreuung gewährleisten.“ Unter den gegebenen Umständen sei der Betrieb in dieser Kita aktuell untersagt, schreibt Jugendamtsleiterin Kirsten von der Crone.

Gespräche mit allen Mitarbeitenden

Aufgrund des hohen Inzidenzwertes in der Stadt hatte die Jugendamtsleiterin Gespräche mit allen Mitarbeitenden in den Kindertageseinrichtungen geführt. Da ein erhöhtes Risiko für die Gesundheit des Personals bestehe, müsse jeder der Betroffenen ohne Druck entscheiden können, ob er oder sie sich in der Lage sehe, an den Arbeitsplatz zurückzukehren. Die Stadt habe eine Fürsorgepflicht gegenüber den Arbeitnehmern, hatte von der Crone erklärt. Während der Beratungen am Donnerstag hatten einige der Mitarbeitenden verschiedener Einrichtungen Bedenken geäußert. Hinzu kommt, dass es ohnehin sieben freie Stellen in den städtischen Kitas gibt.

In der Wunderkiste müssten die Gruppenstärken reduziert und dem vorhandenen Personal angepasst werden. „Es soll unbedingt sichergestellt werden, dass Kinder mit besonderen Bedarfen und Vorschulkinder die Notbetreuung nutzen können. Zudem gibt es eine Härtefallregelung“, teilt von der Crone den Eltern mit. Sie bittet darum, Kinder weiterhin zu Hause zu betreuen, wenn es möglich ist. Dies gelte beispielsweise für Familie, in denen nur ein Elternteil berufstätig ist oder Homeoffice so geleistet werden kann, dass eine Kinderbetreuung parallel möglich ist. Die Jugendamtsleiterin verweist auf einen engen Austausch mit dem Landesjugendamt und verspricht, die betroffenen Eltern zeitnah über die weitere Entwicklung zu informieren.

Auch nach dem 8. März wohl noch keine Normalität

In den anderen Kitas sollen die Kinder ab Montag in festen Gruppen betreut werden. Das Hygienekonzept bleibt unverändert bestehen, Eltern dürfen die Einrichtungen wie bisher nicht betreten. Zudem scheint jetzt schon klar zu sein, dass der Betreuungsumfang aufgrund des Infektionsgeschehens auch nach dem 8. März weiterhin um zehn Stunden wöchentlich für jedes Kind reduziert bleibt. Stamp hatte vorgeschlagen, dann wieder zum vollen Betreuungsumfang zurückzukehren.

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