Kita Arche Noah: So soll das Gelände für einen sechsstelligen Betrag verschönert werden

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Das Außengelände des Familienzentrums Arche Noah hat seine besten Zeiten hinter sich. Noch in diesem Jahr soll mit einer gründlichen Umgestaltung begonnen werden.

Werdohl - Die Außenanlage des Familienzentrums Arche Noah an der Waldstraße ist in die Jahre gekommen. Jetzt wollen die Evangelische Kirchengemeinde, die Trägerin der Einrichtung ist, und der Elternrat etwas unternehmen. Doch die Wünsche, die verwirklicht werden sollen, kosten Geld, viel Geld.

Innen ist das Familienzentrum Arche Noah, in dem 74 Kinder in drei Gruppen betreut werden, eine moderne Kindertagesstätte. Die Evangelische Kirchengemeinde Werdohl ist ihrer Trägerverantwortung nachgekommen und hat mit Unterstützung des Kirchenkreises investiert: Eine neue Heizung, neue Sanitäranlagen und sogar ein neues Dach hat die Einrichtung an der Waldstraße im Stadtteil Königsburg bekommen. „Darüber ist aber der Außenbereich in den vergangenen Jahren vernachlässigt worden“, gibt Gerd Petersmann vom Presbyterium der Gemeinde zu. 

Dass an den Außenanlagen etwas getan werden muss, sieht man auf den ersten Blick. Überall lauern Stolperkanten, die Spielwiese – die diesen Namen eigentlich gar nicht mehr verdient – ist eine Hügellandschaft, eine alte Holzhütte modert ebenso vor sich hin wie die Holzeinfassung des großen Sandfeldes. Die Rutsche musste schon gesperrt werden, weil ihre Glasfasern offen liegen und Verletzungsgefahr besteht. Das Klettergerüst hat so gerade noch einmal die Tüv-Zulassung bekommen. Eine Nestschaukel ist noch die neueste Errungenschaft der Kita. „Dabei ist das Gelände eigentlich eines der schönsten an den Kitas in Werdohl“, sagt Petersmann. 

Juwel zu neuem Glanz verhelfen

Diesem Juwel möchten Kirchengemeinde und Elternrat jetzt zu neuem Glanz verhelfen. Das etwa 2500 Quadratmeter große Areal soll zu einem naturnahen Spielplatz umgestaltet werden, was sich Anbetracht des alten Baumbestandes auch geradezu anbietet. Kita-Leiterin Melanie Ehlert und ihre Stellvertreterin Janine Baltot haben ziemlich genaue Vorstellungen, wie das Außengelände demnächst einmal aussehen soll. „Wir haben gemeinsam mit Kindern und Eltern überlegt, was man machen könnte“, berichtet Ehlert. Auf dem Wunschzettel stehen eine Matschecke mit einem richtigen Wasserzulauf und Rückzugsmöglichkeiten nicht nur für die U3-Kinder. In Anlehnung an den Namen des Familienzentrums soll auch eine Arche Noah als Spielschiff angeschafft werden. Ein Waldhaus, ein Kletter-Tipi, ein neuer Sandkasten, Sitzbänke und einiges mehr sollen das derzeit etwas trostlos daliegende Gelände in einen pädagogisch sinnvoll nutzbaren Erlebnisspielplatz verwandeln. „Wir wollen nicht nur irgendwelche Geräte aufstellen, auf denen die Kinder dann herumhüpfen. Vielmehr wollen wir einem größeren Gesamtkonzept folgen“, erklärt der Elternrat-Vorsitzende Sascha Sütterlin, dass sich etwas grundsätzlich ändern soll. 

Doch die Verwirklichung aller geäußerten Wünsche dürfte ein finanzieller Kraftakt werden. Von rund 100 000 Euro geht Pfarrer Dirk Grzegorek aus, der die Evangelische Kirche bei der Umsetzung der Pläne auch durchaus in der Pflicht sieht. „Als Träger sehen wir durchaus unsere Verantwortung“, sagt er. Doch die Kirchengemeinde allein sei nicht in der Lage, eine Investition in dieser Größenordnung zu stemmen. 

Hoffen auf finanzielle Unterstützung

Deshalb haben alle Beteiligten bereits Ausschau nach finanzieller Unterstützung gehalten – mit ersten Erfolgen. Der Förderverein der Evangelischen Kirchengemeinde beispielsweise wird sich am Crowdfunding-Projekt der Volksbank beteiligen und möchte mit dem dabei gesammelten Geld ein größeres Spielgerät beisteuern. Der Förderverein wird darüber hinaus eigene Mittel beisteuern. Erst kürzlich haben der Bürgerbusverein (500 Euro) und die Krabbelgruppe Rappelkiste (300 Euro) Spenden übergeben. 

Viel Unterstützung erhofft sich die Kirchengemeinde aus einem Förderprogramm des Landschaftsverbandes Westfalen-Lippe, der den Neubau und den Erhalt von Kindertageseinrichtungen unterstützen will. Einen entsprechenden Antrag hat sie bereits gestellt. Darüber hinaus hat die Kirchengemeinde Werdohler Unternehmen angeschrieben und um eine Spende gebeten. 

Projekt soll schnell über die Bühne gehen

Viel Zeit wollen sich Kirchengemeinde und Elternrat mit der Umsetzung ihrer Pläne nicht mehr lassen. „Wir sehen uns in der Verantwortung, dass es schnell über die Bühne geht“, ist Pfarrer Grzegorek entschlossen, die Sache anzupacken. „Im Spätsommer oder Frühherbst“ soll es bereits losgehen mit der Generalüberholung des Außengeländes an der Waldstraße. Vorgesehen ist eine schrittweise Neugestaltung, damit die Kinder nicht für längere Zeit völlig ohne eine Spielgelegenheit unter freiem Himmel sind. 

Kita-Leiterin Melanie Ehlert stellt sich aber bereits auf Einschränkungen ein. „Wir werden wohl vorübergehend auch auf Spielplätze in der Umgebung ausweichen“, hat sie sich schon Gedanken gemacht, wie sich die Bauphase überbrücken lässt.

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