Werdohler Sternsinger sammeln für Kinder in Kenia

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Mit Sammelbüchse, Stern, Informationsblättern und Kreide oder Aufklebern für die Haustüren machen sich die Sternsinger am Sonntag auf den Weg durch die Stadt. Claudia Dittrich (hinten) bereitete die Kinder auf ihre Mission vor.

Werdohl - Etwas mehr als 20 Kinder der St. Michael-Gemeinde werden am Sonntag als Sternsinger durch Werdohl ziehen. Das ist die übliche Zahl, geringe Schwankungen sind normal. „Es kommen ja zum Glück immer wieder neue Kinder nach“, freut sich Claudia Dittrich darüber, dass es an Sternsinger-Nachwuchs nicht mangelt.

Zusammen mit ihrem Ehemann Uwe Dittrich sowie Monika Sanchez und Ursula Schlotmann betreut Claudia Dittrich seit einigen Jahren die Mädchen und Jungen, die sich in den Dienst der guten Sache stellen. Ursula Schlotmann ist in diesem Jahr sogar schon zum 50. Mal dabei, wenn die Sternsinger auf ihre Mission vorbereitet werden. „Früher sind sie ja in jedes Haus gegangen“, erinnert sie sich.

Doch weil die Sternsinger nicht mehr überall mit offenen Armen empfangen würden, schicke die Gemeinde sie inzwischen nur noch auf Bestellung los: Wer von den Sternsingern besucht werden möchte, muss sich vorher anmelden. 160 bis 180 (nicht nur katholische) Familien sind es somit in jedem Jahr, denen Caspar, Melchior und Balthasar einen Besuch abstatten und Segenswünsche für das neue Jahr überbringen.

Dabei schreiben sie mit Kreide die Jahreszahl 2017 und die Buchstaben CMB als Abkürzung für „Christus Mansionem Benedicat“ („Christus segne dieses Haus“) an die Haustür. Manchmal – oder auf Wunsch – hinterlassen sie auch einen entsprechenden Aufkleber. Auch eine Spendendose führen die Sternsinger mit. Darin sammeln sie diesmal Geld für Altersgenossen in Afrika, denn das diesjährige Beispielland der Aktion ist Kenia.

Bei einem ersten Treffen am Dienstag haben sich die Acht- bis 13-Jährigen durch einen Film über die Verhältnisse dort informiert. So erfuhren sie, welche schwerwiegende Folgen der Klimawandel für die Menschen in Ostafrika haben: Wasserknappheit führt zu Dürren, Hunger und mitunter sogar Kriegen. „Jetzt wisst Ihr ja, wo das Geld hingeht, das Ihr am Sonntag sammelt“, motivierte Claudia Dittrich die Sternsinger für ihre kommende Aufgabe. Heute treffen sich die Kinder um 14.30 Uhr noch einmal im Kleinen Pfarrsaal an der Brüderstraße zum Üben. Am kommenden Sonntag werden sie ab 10.15 Uhr an gleicher Stelle eingekleidet und anschließend am Ende der heiligen Messe (11 Uhr) in der St. Michael-Kirche ausgesandt.

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