Kindergartenkinder stellen eigene Bücherei-Regeln auf

+
Die Funkenburger Bücherei-Regeln übergaben die Kindergartenkinder gestern an Kerstin Zubkowski. Nicht schreien, brüllen oder toben hieß es auf den kleinen Plakaten.

WERDOHL ▪ Einen roten Rahmen haben die selbst gemalten Bilder. „Da darf man nicht schreien und toben“, erklärt die kleine Line ihr Verbotsschild. Mit diesen Hinguckern haben die Kinder der Kindertagesstätte Funkenburg ihre eigenen Bücherei-Regeln aufgestellt, denen die Leiterin der städtischen Einrichtung, Kerstin Zubkowski, nur zustimmen kann. Am Dienstag übergaben sie die kleinen Plakate in der Stadtbücherei.

Auch für ihre eigene Bücherei in den Räumen des Kindergartens haben die baldigen Schulkinder diese Regeln mit ihren Erzieherinnen, Sabine Schöbel und Zeynep Patan, erarbeitet. Auf dem Bild der kleinen Line geht der Zeigefinger zum Mund: „Pssst.“

Auch Lucy weiß Bescheid und erklärt: „Da soll man nicht hüpfen und nicht brüllen.“ Neben ihr steht Asli und ergänzt: „Und man muss die Bücher auch wiederbringen.“

Nachdem immer wieder Kinder eigene Bücher in den Kindergarten mitgebracht hatten, beschlossen die Erzieherinnen die Bücherei in der Stadt zu besuchen. Danach waren die baldigen Leser – noch zählen die Bilderbücher – überzeugt, im Kindergarten eine eigene Bücherei einzurichten. Für diese gibt es sogar den Funkenburger Bücherei-Ausweis.

Die beiden Erzieherinnen wollen bei diesem Sprachförderprojekt am Ball bleiben. „Demnächst bringen alle Kinder ihr Lieblingsbuch mit“, erzählt Sabine Schöbel. Zudem sollen auch die Eltern einmal mit in die Stadtbücherei kommen. „Das ist Hilfe zur Selbsthilfe“, sagte Schöbel. Dann soll erklärt werden, wie richtig vorgelesen wird. „Auch die kleineren Kindergartenkinder haben etwa davon“, verweist Schöbel auch auf die eigene Bücherei. ▪ ds

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das Login-Formular anmelden.


Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.

Netiquette
Hinweis: Kommentieren Sie fair und sachlich! Rassistische, pornografische, menschenverachtende, beleidigende oder gegen die guten Sitten verstoßende Äußerungen sind verboten und werden gelöscht.

Kommentare