Kindergarten Budenzauber: Die Sonnenkraft erfahren

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Die Kinder gestalten Planeten-Modelle. Sie nutzen zudem die Sonnenkraft. ▪

WERDOHL ▪ Die Wertschätzung der Natur und die Auseinandersetzung mit der Umwelt stehen im Mittelpunkt eines Projektes, das im Familienzentrum Budenzauber läuft.

Eine kleine Gruppe von fünf Jahre jungen Forschern widmet sich der Sonnenenergie – natürlich auch auf spielerische Art. Erzieherin Svenja Voy hat als Verantwortliche für die naturwissenschaftliche Bildung im Familienzentrum das Projekt initiiert. Sie hatte an einer Fortbildung der gemeinnützigen Gesellschaft zur Förderung von Umweltbildung im Elementarbereich, „Leuchtpol“, in Soest teilgenommen.

Verschiedene Punkte sollen sich später zu einem Gesamtbild zusammenfügen: So basteln die Kleinen aktuell an einem Sonnensystem aus Pappmaché. Die kleinen Kugeln haben bereits die passende Form angenommen, noch fehlt aber die Farbe und der Aufbau. Des weiteren werden Tag und Nacht untersucht und erforscht. Unter anderem wird ein Punkt auf einem Globus markiert und mit einer Taschenlampe angestrahlt. Der Lauf der Sonne wird so aufgezeigt.

Ein zweiter Teil des Projektes enthält die Beschäftigung mit den Jahreszeiten. So gibt es auf dem Kindergarten-Gelände einen Platz, wo eine Langzeitmessung erfolgt. Darüber hinaus gibt es so genannte Sonnensnacks. Mit der Kraft der Sonne werden Toastscheiben samt Tomate und Käse gebacken.

„Es geht nicht darum, alles zu verstehen“, erklärt die Budenzauber-Leiterin Karina Wionsek, „sondern die Kinder zu begeistern“. Die Sensibilisierung für die Natur sei wichtig, das kostbare Gut soll geschätzt werden. Und mit dem Projekt könne der Grundstein gelegt werden.

Mittlerweile würde der naturwissenschaftliche Teil einen eigenen Bereich in der Kindereinrichtung einnehmen. „Damit beschäftigen wir uns jetzt intensiver.“ So gebe es mittlerweile auch Spielzeug, das mit Solarzellen angetrieben wird. Die Rotorblätter eines kleinen Holzhubschraubers drehen sich ebenso selbstständig, wie die Metall-Beine eines Schmetterlingsmodells.

Unterstützt wird das Projekt durch Arbeitsmaterialien, die Leuchtpol zur Verfügung stellt. Aktuell gibt es eine Kiste mit passenden Spielmaterialien. Nach der Dokumentation der ersten Phase folgen zwei weitere.

Weiteres Ziel des Familienzentrums ist, als Haus der kleinen Forscher anerkannt zu werden. In diesem Rahmen haben die Kinder einige Projekte und viele Experimente schon durchgeführt. Das Projekt Leuchtpol wird als „spannende Ergänzung“ dazu betrachtet, so die Verantwortlichen.

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