Kindergarten: CDU bringt Alternative ins Spiel

Die Rote Schule

WERDOHL ▪ Überraschung im Jugendhilfeausschuss: Als möglichen neuen Kindergartenstandort hat die CDU das Gebäude des Jugendzentrums in Verbindung mit dem Bürgerhaus ins Gespräch gebracht. Der Vorstoß des Ortsunionsvorsitzenden Uwe Nodes stieß als weitere Möglichkeit auf breite Zustimmung.

Damit wird die Verwaltung nicht nur die Rote Schule als möglichen neuen Kindergartenstandort prüfen, sondern auch die Nutzung des bisherigen Jugendzentrum-Areals samt Bürgerhaus-Fläche. Der CDU-Vorschlag beinhaltet zugleich, dass dann das Jugendzentrum in die Rote Schule umgesiedelt werden könnte. Hier wäre außerdem Platz für die Volkshochschule, so Nodes. Dies wiederum wäre von Vorteil für die Katholische Grundschule, die bekanntlich Raumprobleme bei der Ganztagsbetreuung hat, was durch einen Auszug der dort ebenfalls befindlichen VHS behoben wäre.

Den Charme des Vorschlages erkannte auch der Jugendhilfeausschussvorsitzende Cornelius Böttcher (SPD) an. „Ich halte das für eine seriöse Planungsalternative.“ Noch bedeckt hielt sich der stellvertretende Jugend-Fachbereichsleiter Bodo Schmidt. Er deutete lediglich an, dass diese Möglichkeit innerhalb der Verwaltung ebenfalls zwischenzeitlich ins Auge gefasst worden wäre.

Der Ausschuss hat der Verwaltung nun gleich mehrere Arbeitsaufträge erteilt: So wird weiter die zuvor favorisierte Möglichkeit eines Umbaus der Roten Schule in einen Kindergarten mit einem Kostenvoranschlag unterfüttert. Gleiches soll nun mit dem Inhalt des CDU-Vorschlages geschehen. Hinzu kämen dabei natürlich noch die Umbaukosten, die für den Umzug von Jugendzentrum und VHS entstünden. Das Bürgerhaus, so der allgemeine Tenor, könnte größtenteils im neuen Bahnhofsgebäude aufgehen. Obwohl die dritte Alternative, ein Neubau eines Kindergartens, erst einmal wegen der Kosten als „unrealistisch“ bezeichnet wurde, soll diese Möglichkeit nicht komplett aus den Augen verloren werden, betonte Schmidt. Schließlich sei noch nicht klar, ob sich das Landesjugendamt eine der beiden Alternativen an der Schulstraße überhaupt vorstellen kann. Ein Beschluss des Ausschusses gab es gestern noch nicht, da erst einmal die Kostenerhebungen vorliegen sollen.

Als einen großen Vorteil gegenüber der Unterbringung eines Kindergartens in die Rote Schule unterstrich der CDU-Chef Nodes die größeren Freiflächen am Jugendzentrum. Hier müsste aber baulich eine Verbindung zum Bürgerhaussaal geschaffen werden. Ebenso ein Anbau beziehungsweise eine Toilettenerweiterung ist in dem ersten vorgelegten Entwurf eingetragen. Auch die Verkehrssituation spielte bei den Überlegungen eine Rolle. ▪ Marco Fraune

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