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Kinderfeuerwehr: Ausbilder nach Besuch der Leitstelle auf dem neuesten Stand

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Von: Maximilian Birke

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Acht Ausbilder der Kinderfeuerwehr und einige weitere Kameraden sahen sich jetzt die Feuer- und Rettungsleitstelle auf Rosmart an.
Acht Ausbilder der Kinderfeuerwehr und einige weitere Kameraden sahen sich jetzt die Feuer- und Rettungsleitstelle auf Rosmart an. © Strehl

Sie kümmern sich darum, Know-how für den Notfall an den Nachwuchs weiterzugeben: Acht Ausbilder der Werdohler Kinderfeuerwehr haben jetzt gemeinsam mit einigen weiteren Kameraden die neue Feuer- und Rettungsleitstelle auf Rosmart besucht.

Werdohl ‒ Auf Rosmart werden die Notrufe aus dem Kreisgebiet entgegengenommen und Einsatzkräfte zu Bränden, Verkehrsunfällen oder medizinischen Notfällen entsendet. Entscheidend ist für die korrekte Beurteilung der Notsituation eine gute Kommunikation zwischen dem Anrufer und dem Disponenten, der die Lage einschätzen muss. Seine Einschätzung entscheidet darüber, welche Rettungskräfte in welcher Mannschaftsstärke alarmiert werden.

„Damit die Kinder Bescheid wissen, was bei so einem Gespräch wichtig ist, sind Notrufe bei der Feuerwehr regelmäßig Thema“, erklärt Alexander Butzelar, der die Nachwuchs-Einheit leitet. Damit auch die Ausbilder auf dem neuesten Stand sind, wie der Ablauf in der Leitstelle ist, durften sie den Disponenten dort nun einen Besuch abstatten. „Deutlich wurde dabei noch einmal, dass bei Notrufen nicht mehr nach den W-Fragen vorgegangen wird, wie man es lange Zeit vermittelt hat“, berichtet Alexander Butzelar. Gleichwohl sei es so, dass der Einsatzort als erstes abgefragt wird. „Um für den Fall, dass das Gespräch abreißt, dennoch Hilfe schicken zu können“, erklärt Butzelar. Davon abgesehen, führe der Disponent das Gespräch und frage gezielt einsatzrelevante Informationen ab. Von sich aus erzählen muss der Anrufer also erst einmal nichts.

„Wichtig kann auch sein, dass man sich für den Notfall markante Wegpunkte sucht, wenn man sich in einer Umgebung nicht auskennt“, benennt Butzelar ein weiteres Thema der Schulung in der Leitstelle. Die kommt den jungen Mitgliedern der Kinderfeuerwehr natürlich zugute, denn die Ausbilder können durch den direkten Austausch immer aktuelles Wissen an sie weitergeben. Das ist übrigens auch für die Prüfungen zur Kinderflamme wichtig, in der das Absetzen eines Notrufs fester Bestandteil ist. Pro Jahr gibt es eine solche Prüfung.

Auch für die Ausbilder sei es aber spannend gewesen, die Arbeit in der Leitstelle live zu sehen. Schließlich beginnt der Einsatz für die aktiven Mitglieder der Werdohler Feuerwehr genau dort. Wenn nämlich der Disponent alle relevanten Daten aufgenommen hat und anschließend die Funkmeldeempfänger und unter Umständen auch die Sirenen in der Stadt auslöst. Diese Live-Einblicke sollen auch den Kindern selbst noch zuteil werden: „Das Team der Leitstelle hat uns zu einem Erlebnistag im kommenden Jahr eingeladen“, freut sich Butzelar bereits. Auch mit dem Rettungsdienst und der Polizei werde die Kinderfeuerwehr 2023 noch enger zusammenarbeiten, wenn es bei den Diensten um das Auffinden und Behandeln einer verletzten Person geht und um das Erkennen von Verkehrszeichen im Straßenverkehr.

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