Kinder werden zu Indianern

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Die Organisatoren sind bei den letzten Vorbereitungen für den WKS. ▪

WERDOHL ▪ Insgesamt 140 Mädchen und Jungen werden in diesen Sommerferien am Werdohler Kinderspaß, kurz WKS, teilnehmen. Erstmals bietet die Stadt sechs Wochen lang Programm. Es gibt aber immer noch freie Plätze.

Regelrecht überbucht sind die ersten beiden Ferienwochen, in denen seit einem Vierteljahrhundert der WKS angeboten wird. Mit dann 57 Kindern gehen die Organisatoren um Christina Henkes und Jugendpfleger Marco Malcherek-Schwiderowski an die Grenze des Machbaren, wie beide betonen. „Im Zuge der Nachbesetzungen haben wir dann einigen absagen müssen.“

Anders sieht es in den weiteren beiden zweiwöchigen WKS-Blöcken aus. Im zweiten sind es mehr als 30, im dritten unter 50 – wobei bekanntlich Kinder von ThyssenKrupp-Mitarbeitern durch eine abgeschlossene Vereinbarung zwischen Betrieb und Stadt mit betreut werden. Eine Bewertung dieser Zahlen will der Jugendpfleger zum jetzigen Zeitpunkt aber noch nicht vornehmen. „Vielleicht verändert sich die Nachfrage noch“, setzt er einerseits auf Nachzügler und auch darauf, dass sich das ausgeweitete Angebot etablieren muss.

Überzeugen wollen die Verantwortlichen jedenfalls mit ihrer Arbeit, einem umfangreichen Programm, das sich in den drei Blöcken zwar nicht exakt wiederholen soll, doch in abgewandelter Form auf die Beine gestellt wird. So können Kinder auch bei zwei Blöcken teilnehmen und damit vier Wochen lang betreut werden. Für die sieben bis zwölf Jahre alten Mädchen und Jungen wird neben einem Mittagessen nach der erfolgreichen Premiere im vergangenen Jahr auch wieder ein „gehaltvolles Frühstück“ angeboten. Malcherek-Schwiderowski: „Das ist gut angenommen worden.“

Das Thema des WKS lautet in diesem Jahr Indianer. Unter diesem Schlagwort gibt es unterschiedlichste Programmpunkte. Es werden Indianerzelte gebaut, Kleidung und Schmuck selber hergestellt und Wettspiele in Form einer Olympiade veranstaltet. Ausflüge erfolgen zum Waldstadion Neuenrade, wo Stockbrot & Co. gegessen werden, oder auch zur Phaenomenta nach Lüdenscheid und zum Biwakplatz am Kettling, um hier auf dem Wasser unterwegs zu sein. Im Jugend- und Bürgerzentrum steht darüber hinaus ein Kinotag an.

Durch die Neustrukturierung der städtischen Ferienangebote findet der Bauspielplatz zwar nicht mehr statt, wird aber als ein Element mit aufgenommen. „Auch ein Marterpfahl soll noch ausgestattet werden.“ Dieser sowie weitere Ergebnisses des Ferienspaßes werden im Rahmen eines großen Abschlussfestes präsentiert, das am 2. September veranstaltet wird. Dann sollen alle 140 Kinder noch einmal zusammenkommen, neben den sechs ausgebildeten WKS-Betreuern und drei Praktikanten, die während der sechs Wochen im Einsatz sind.

Wer sein Kind für den zweiten und/ oder Block noch anmelden will, kann dies bei Marco Malcherek-Schwiderowski unter Telefon 0 23 92/917 258. Das Angebot kostet 60 Euro. ▪ Marco Fraune

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