Kik-Vermieter verärgert über Vermüllung des Grundstücks

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Helmut Steininger hat die „Faxen dicke“: Der Eigentümer des Kik-Komplexes samt des Parkplatzes muss seit Jahren hinnehmen, dass unablässig Müll auf seinem Grundstück abgeladen wird. Gleich im neuen Jahr wurden Stuhl und Sofa hinterlassen.

Werdohl - Helmut Steininger ist so richtig verärgert. Er ist Miteigentümer der Kik-Immobilie und des Parkplatzes an der Stadtbrücke in Werdohl. Jedes Jahr aufs Neue wird das ganze Gelände mit Müll zugepflastert.

Aktuell haben Unbekannte ein Sofa und einen Stuhl direkt unter dem Verbotsschild abgeladen. Steininger würde sogar eine Belohnung für Hinweise auf die Täter aussetzen. Steininger fühlt sich machtlos.

Schon seit mehr als 25 Jahren gehört der Gebäudekomplex der Steininger GbR. Helmut Steininger ist einer von vier Eigentümern, er lebt in Herscheid. Zu dem Komplex gehört vor allem der Kik-Markt, der Parkplatz, die Garagen darauf, ein ganzes Wohnhaus und die Pizzeria. Der Kik-Parkplatz ist zwar auch ein Kundenparkplatz, wird aber von der Stadt im Parkraumbewirtschaftskonzept betreut. 

Dort kann man sein Fahrzeug mit eingestellter Parkscheibe oder mit Dauerparkausweis abstellen. Vor allem der Parkplatz und die Unterstände rund um den Kik-Markt locken immer wieder Zeitgenossen an, ihren Müll dort abzuladen und sich daneben zu benehmen. 

Bereits bauliche Maßnahmen getroffen 

Die rückseitigen Treppen und Zugänge zum Kik-Markt hat Steininger schon baulich absperren lassen. „Früher haben sie da stundenlang auf der Treppe gehockt und alles hingeschmissen, was so übrig war“, erzählt Steininger. Mit Gittern ließ er alles absperren, aber immer noch gibt es Zeitgenossen, die ihren Müll durch die Absperrungen quetschen. Steininger hat dafür überhaupt kein Verständnis: „Jeder kann doch seinen Müll wieder mitnehmen und in den Papierkorb werfen oder mit nach Hause nehmen.“ Sollte man meinen, ist aber nicht so – wie Steininger seit Jahren immer wieder erfahren muss. 

Sehr beliebt ist auch die Fläche neben den Mülltonnen und den Containern für gebrauchte Kleidung. Steiniger hat dort schon ein Verbotsschild aufgehängt, das scheint die Müllkipper aber nur besonders anzuspornen. Ein kaputtes Klappsofa und ein Küchenstuhl wurde dort deponiert. Neben den Mülltonnen liegen blaue Säcke mit weiterem Abfall. Eine Person zu bezahlen, die dort für Sauberkeit sorge, könne er nicht finanzieren, so Steininger. Wenn er jetzt jemanden beauftragen würde, die Couch abzutransportieren, würde ihn das glatt 200 Euro kosten. Dabei wäre die Abfuhr durch den ZfA doch sogar ganz umsonst. 

Erst vor ein paar Tagen habe er die Reste einer Silvesterparty entsorgen müssen: Flaschen, Verpackungen, Dosen, sogar einen ganzen Tannenbaum. Natürlich sei das Ordnungsamt informiert, doch dort könne man auch nichts machen. So bleibe ihm nur der Ärger über die Dreistigkeit der Mitmenschen.

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