Kicker der DJK Tus Westfalia Werdohl: Wiedersehen nach 50 Jahren

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Von links: Alfred Kleinherne, Rainer Geck, Reinhard Bialluch und Manfred Greitemann.

Werdohl - Es war ein regnerischer Tag in Gelsenkirchen, der 21. Januar 1967. Dieser Samstag blieb einigen Werdohler Jugendlichen in besonderer Erinnerung.

Sie gehörten der A1-Jugendmannschaft der DJK Tus Westfalia Werdohl an und bestritten an diesem Tag in der Glückauf-Kampfbahn in Gelsenkirchen das Vorspiel zur Bundesliga-Partie Schalke 04 gegen Rot Weiß Essen. 

Vier der damaligen Nachwuchs-Kicker trafen sich nun in der Werdohler Gaststätte Zum Spiegel wieder – 50 Jahre danach. Beim Hauptspiel ging Schalke in der 28. Minute durch Manfred Kreuz in Führung. Essen glich in der zweiten Halbzeit durch Heinz Simmet (55. Minute) aus. 

„Zum Schluss gingen wir unter"

Deutlicher war die Niederlage der Werdohler gegen die Schalker Schülermannschaft. Diese ging kurz vor der Halbzeit mit 1:0 in Führung. Am Ende aber stand es 6:0 für die Knappen. 

Manfred Greitemann erinnert sich: „Zum Schluss gingen wir unter. Die machten noch drei Tore in den letzten fünf Minuten gegen uns.“ Dennoch hätte es für die Werdohler von den gut 40.000 Zuschauern Applaus gegeben, weil die Sauerländer sich so aufopferungsvoll gewehrt hätten. 

„Das war ein Super-Erlebnis“

Reinhard Bialluch bilanziert: „Das war ein Super-Erlebnis.“ Greitemann lebt unterdessen in Neuenrade. Bialluch blieb in Werdohl, ebenso Alfred Kleinherne. Rainer Geck zog 1983 nach Menden und 1989 weiter nach Sundern. Nur sporadisch sahen sich einige der früheren Jugendfußballer wieder.

Das Treffen in der kompletten Gruppe blieb ihnen auch ein halbes Jahrhundert später verwehrt – leben doch nicht mehr alle der damals Beteiligten. Angeregt hatte das Wiedersehen nun Bialluch. Greitemann half bei der Organisation. 

Letzterer erinnert sich: „Die Schalker kamen auch mal zu uns nach Werdohl. Doch vor so großer Kulisse wie damals in Gelsenkirchen haben wir nie wieder gespielt.“ Kleinherne erzählt: „Möglich wurde dieses Spiel überhaupt erst durch Manni Greitemann, denn sein Onkel war damals Pastor in Gelsenkirchen: Der knüpfte für uns die Kontakte.“

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