Keine windstarken Areale in Werdohl

In Werdohl kann nur die Kraft der Sonne genutzt werden. ▪ Zacharias

WERDOHL ▪ Das Stadtgebiet von Werdohl taugt wenig als Standort für Windkraftanlagen. Diese Ansicht vertritt der heimische Energieversorger Mark E. „Werdohl scheidet unseres Erachtens für eine konkretere Beplanung aus, da unter anderem die topografische Lage keine guten Voraussetzungen für windstarke Areale zulässt“, erklärt Sprecher Andreas Förster.

Noch nicht geklärt ist hingegen, ob Windkraftanlagen in den Bereichen Neuenrade und Balve neu aufgestellt und betrieben werden. „Das haben wir noch nicht im Detail untersucht, so dass wir hier zum jetzigen Zeitpunkt noch keine belastbare Aussage treffen können.“

Der neue Winderlass aus dem NRW-Umweltministerium soll den Anteil der Windkraft an der Stromproduktion ermöglichen. Minister Johannes Remmel (Grüne) sieht vor, die Waldflächen, die vor gut vier Jahren durch den Orkan Kyrill verwüstet wurden, für Windanlagen zu nutzen. „Generell setzen wir unsere Hoffnungen in den neuen Windkrafterlass, der dafür sorgen könnte, dass generell im Märkischen Sauerland einige potenzielle Windkraftstandorte für uns beplanbar werden könnten.“ Mark E hatte jetzt offiziell seine erste Windkraftanlage (WKA) in Betrieb genommen: Die Anlage wurde Ende März technisch abgenommen. Der Energieversorger rechnet auch aufgrund des windgünstigen Mittelgebirgsstandorts auf einem Hochplateau in rund 600 Metern Höhe mit einem jährlichen Energieertrag von rund 4,8 Millionen Kilowattstunden (kWh) pro Jahr. Doch genau eine solch günstige Lage fehle auf dem Stadtgebiet von Werdohl. Bei anderen Städten im Sauerland müsse mit den Kommunen bei geeigneten Flächen zusammengearbeitet werden, um diese auszuweisen. Auf diese sei Mark E natürlich angewiesen. ▪ Marco Fraune

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