Keine Einkäufe an Heiligabend

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Werdohl - Obwohl der 24. Dezember in diesem Jahr auf einen Sonntag fällt, ermöglichst es das Ladenöffnungsgesetz in Nordrhein-Westfalen unter anderem Supermärkten an Heiligabend für einige Stunden zu öffnen. Die Werdohler werden ihre Einkäufe für die Festtage aber dennoch wohl spätestens am 23. Dezember erledigt haben müssen, denn die meisten Lebensmittelmärkte werden an Heiligabend geschlossen bleiben. 

„Wir werden nicht öffnen, denken dabei vor allem an unsere Mitarbeiter, die auch mal einen 24. Dezember haben sollen, an dem sie nicht arbeiten müssen“, sagt Peter Ebener, Geschäftsführer des WK Warenhauses in der Innenstadt. 

Die Kunden hätten vorher ausreichend Zeit, sich mit allem einzudecken, was über die Weihnachtstage benötigt wird. „Zudem werden wir unsere Öffnungszeit am Samstag vor Heiligabend um drei Stunden bis 21 Uhr verlängern“, erklärt Ebener. Neben der Rücksicht auf die Mitarbeiter nennt der WK-Geschäftsführer den großen Aufwand und logistische Probleme als weitere Gründe, warum das Warenhaus am 24. Dezember komplett geschlossen bleibt. Denn öffnen dürfte einzig die Rewe-Lebensmittelabteilung, nicht aber der übrige Bereich. „Die Zugänge hätten wir also absperren müssen“, so Ebener. 

Außerdem sei an diesem Tag keine frische Ware mehr zu bekommen: „Die letzte Lebensmittellieferung hätte uns ohnehin am 23. erreicht. Dann verkaufen wir die Produkte auch an diesem Tag.“ 

„Aus meiner Sicht lohnt sich das nicht“ 

Die Warenanlieferung würde bei Edeka Tank an der Inselstraße kein Problem darstellen. „Wer Heiligabend öffnet, bekommt auch Ware“, erklärt Inhaber Heiko Tank. Dennoch werden sich die Türen an seinem Geschäft nicht öffnen. „Der große Ansturm ist am 24. Dezember meist spätestens 13 Uhr vorbei. Weil das Gesetz aber eine Öffnung frühestens um 10 Uhr erlaubt, lohnt sich das aus meiner Sicht nicht“, sagt Tank, der stattdessen am 23. Dezember mit einem „sehr umsatzstarken Tag“ rechnet. 

Die Entscheidung gegen eine Öffnung sei bereits im Sommer gefallen. „Ich weiß gar nicht, ob hier in der Gegend überhaupt ein Laden öffnet. Schließlich fällt Heiligabend ja auch nicht zum ersten Mal auf einen Sonntag – und in den Vorjahren war dies nie ein Thema“, so Tank. 

Auch Aldi und Lidl geschlossen

Die Aldi-Filiale an der Heinrichstraße wird ebenfalls geschlossen bleiben. Wie deutschlandweit auch alle übrigen Filialen des Discounters. Diese Entscheidung teilten die Unternehmen Aldi Nord und Aldi Süd vor einigen Tagen mit. Den Mitarbeitern solle „ein stressfreies Weihnachtsfest im Kreis ihrer Familien und Freunde“ ermöglicht werden, hieß es in einer Mitteilung. Die Kunden könnten vor Weihnachten von Montag bis Samstag einkaufen. „An Heiligabend denken wir hier vor allem an unsere Mitarbeiter, die nach einer langen, intensiven Woche in Ruhe das Weihnachtsfest begehen sollen“, teilten die Unternehmen weiterhin mit. Discounter Netto überlegt noch 

Auch Lidl, in Werdohl gibt es einen Markt am Fritz-Thomée-Platz, wird deutschlandweit nicht öffnen. Das Unternehmen setzt ebenfalls auf „eine entspannte Zeit“ für die Mitarbeiter an Heiligabend. 

Ob der Discounter Netto, der Filialen an der Schlacht und in Pungelscheid unterhält, die Möglichkeit zur Sonntagsöffnung nutzt, ist offen. Der Konzern hat sich dazu noch nicht abschließend geäußert. 

Noch offen lässt sich die Entscheidung auch der Halk-Markt an der Sandstraße. „Wir werden das kurzfristig entscheiden. So wie es aktuell aussieht, öffnen wir wahrscheinlich aber nicht“, hieß es dort auf Anfrage unserer Zeitung. 

Keine Angaben machen konnte der Frisch Markt in der Fußgängerzone in der Innenstadt.

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