Werdohler Raketen mit weißem Tiger in Panama

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Dirk Thamer, Michael Schüttler, Dirk Schrader, Udo Müller, Jens Kirsten (zugleich Tigerbeauftragter) und Henning Meyer (von links) sind die unzertrennlichen Freunde, die sich am frühen Donnerstagmorgen auf den Weg nach Panama gemacht haben. Zehn Tage und acht Nächte werden sie in der Karibik verbringen.

Werdohl - Alle Jahre wieder zieht es diverse Kegelclubs aus Werdohl zum Beispiel an den Rhein, an die Mosel, nach Mallorca oder Norderney. Typische Kurzreisen also. Das galt für den seit nunmehr 40 Jahren bestehenden Männerclub KC Rakete früher auch. Mittlerweile zieht es die Kegler in exotischere Gefilde. Auch derzeit wieder.

Die Mitglieder des Kegelclubs, der früher ausschließlich aus Mitarbeitern der Firma Elektro Hinse in Eveking bestand, wechselten – die Kegelbahnen auch. Vom Hotel zur Post ging es nach Dowy und schließlich fand man im Haus Werdohl eine neue Heimat für das gemeinsame Hobby.

Ab 1997 allerdings änderte sich das Tour-Verhalten der heimischen Kegler grundsätzlich. Die Reisen führten von da an zu eher außergewöhnlichen Zielen – mit der Konsequenz, dass sie nur noch alle vier bis fünf Jahre stattfinden konnten. Aber: Es lohnte sich.

Zehn Tage und acht Nächte Panama

Island wurde besucht, Manhattan stand auf dem Programm, Irland, Kuba und zuletzt die Inselgruppe der Azoren folgten. Nun erschließen sich die Raketen einen kleinen Teil Mittelamerikas – für zehn Tage und acht Nächte.

Am frühen Donnerstagmorgen bestiegen Udo Müller, Michael Schüttler, Henning Meyer, Jens Kirsten, Dirk Schrader und Dirk Thamer zusammen mit einem weißen Kunstfell-Tiger als Maskottchen im Handgepäck in Frankfurt den Flieger, um nach zweieinhalb Stunden einen Zwischenstopp in Madrid einzulegen und anschließend elf Stunden über den Atlantik nach Panama zu fliegen.

Keine touristische Infrastruktur

Dort stand zuallererst eine Besichtigungstour durch die Hauptstadt auf dem Programm, und natürlich führte der Weg auch zum Panamakanal – ein Muss für alle, die dieses Land besuchen. Damit ist die Liste der gemeinsamen Unternehmungen längst noch nicht erschöpft. Das Werdohler Sextett hat auf der Karibikseite des Landes ein Segelschiff gechartert, mit dem es auf einen mehrtägigen Segeltörn gehen wird. Ins Blickfeld geraten dabei die San-Blas-Inseln, von denen gewiss nur wenige Karibikreisende jemals etwas gehört haben, denn dort gibt es nicht den Hauch der sonst typischen touristischen Infrastruktur.

Raketen besuchen auch die Affeninsel

Bars, Diskotheken oder Restaurants nach hiesigem Standard dürften vergeblich gesucht werden, aber – so die sechs Weltreisenden – „dafür stehen selbst gefangener Fisch, Hummer und sicherlich auch ein Fass Rum auf der Speisekarte“. Und: Nur wenige der mehr als 350 Inseln von San Blas sind bewohnt. Einige sind gerade einmal so groß wie ein Fußballfeld. Der Trip in diese Richtung, so die Überzeugung der unzertrennlichen Freunde, scheint daher bestens zur Entschleunigung, zum Abschalten vom Alltag geeignet zu sein.

Die letzte Etappe dieser Reise besteht aus zwei weiteren Nächten auf einem Hausboot auf einem Nebenarm des Panamakanals, wobei auch hier natürlich Exkursionen angesagt sind. Der Weg führt in den Regenwald, und auf dem Plan steht auch der Besuch der Affeninsel.

Weißer Tiger ist immer dabei

Und das ist den Raketen auf jeden Fall noch eine Anmerkung wert: Wie bei den monatlichen Kegelabenden werden auch in der Karibik alle Unternehmungen durch das Maskottchen begleitet. Der weiße Tiger war vor fünf Jahren aus einer Haushaltsauflösung gerettet worden und war erstmals bei der Tour auf die Azoren mit dabei. Die Wale dort, so die mit Schmunzeln begleitete Anmerkung, hätten keine Angst vor ihm gehabt, und auch die Faultiere in Panama dürften kein Problem mit ihm haben.

Wer übrigens lesen möchte, was bisher so alles rund um den Club geschah, kann die Webseite der Raketen aufsuchen. Dort finden sich unter dem Stichwort „Tiger Tours“ die wahrheitsgemäßen, aber mit Humor geschriebenen Reiseberichte der vergangenen 20 Jahre.

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