Nur eine Kita in Werdohl

Unternehmen zeigen kaum Interesse an Ökoprofit-Projekt

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Die Kita Gernegroß nimmt teil an Ökoprofit.

Werdohl – Kaum Interesse zeigen Unternehmen am Projekt Ökoprofit. Nur eine Kita aus Werdohl ist dabei. Die Klimaschutzmanagerin hat eine Idee, warum das so ist.

Klimaschutzmanagerin Farima Tehranchi und Wirtschaftsförderer Andreas Haubrichs werben bei den heimischen Unternehmen intensiv für Ökoprofit – und konnten bisher lediglich einen Teilnehmer aus Werdohl für das Projekt begeistern: Das Team des Kindertagesstätte Gernegroß beteiligt sich und will alle Kinder und deren Eltern mit ins Boot holen. 

Im Gespräch mit der Redaktion spekuliert Farima Tehranchi über mögliche Gründe für das geringe Interesse. „Große Unternehmen sind ohnehin im Bereich Klimaschutz unterwegs. Sie sind gesetzlich dazu verpflichtet, gewisse Auflagen zu erfüllen und beschäftigen sich schon deshalb mit diesem Thema“, sagt die Klimaschutzmanagerin. 

Ökoprofit noch nicht in allen Köpfen verankert

Bei den kleinen und mittleren Unternehmen stünden dagegen vermutlich eher finanzielle Gründe im Vordergrund. „Man muss mindestens 2500 Euro in die Hand nehmen, um an Ökoprofit teilnehmen zu können.“ Im Verlauf des Prozesses würden zunächst Schwachstellen im Unternehmen aufgedeckt. „Um dann Maßnahmen umzusetzen, die Geld sparen und die Umwelt entlasten, muss noch einmal investiert werden.“ Das schrecke Inhaber vieler kleiner und mittlerer Unternehmen ab, glaubt die Klimaschutzmanagerin. 

Denn viele Maßnahmen würden sich nur langfristig amortisieren: „Und nur aus ideologischen Gründen gibt in der Regel kein Unternehmen Geld aus.“

Andererseits glaubt die Klimaschutzmanagerin, dass Ökoprofit noch nicht in allen Köpfen verankert ist. „Wir in Werdohl sind ja zum ersten Mal dabei. In der nächsten Runde haben wir möglicherweise weitere Teilnehmer“, sagt Tehranci. Sie ist davon überzeugt, dass sich die Projektteilnahme lohnt. „Insgesamt bekommt man für sein Geld acht fachlich fundierte Beratungstermine vor Ort. Rechnet man die Teilnahmegebühr darauf um, kommt man bei der Ökoprofit-Teilnahme wirklich günstig weg."

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