WK-Chef Ebener hat noch Hoffnung

+
Seit vier Wochen sind die Modeabteilungen des WK Warenhauses abgesperrt. Geschäftsführer Peter Ebener hofft, dass er sie bald wieder öffnen kann.

Werdohl – Seit vier Wochen sind im Erdgeschoss des WK Warenhauses die Lichter aus. Aufgrund der Corona-Schutzmaßnahmen darf das Kaufhaus derzeit keine Mode verkaufen. Lediglich die Lebensmittelabteilung und eine kleine Fläche im Obergeschoss stehen den Kunden noch offen. Geschäftsführer Peter Ebener hofft, dass sich das bald wieder ändert. Gestern stand dem aber noch die Verordnung entgegen, dass ab Montag nur Geschäfte wieder öffnen dürfen, die nicht mehr als 800 Quadratmeter Verkaufsfläche haben. Das WK hat rund 1400 Quadratmeter.

Selbst wenn man die Lebensmittelabteilung, die ja ohnenhin geöffnet sein darf, aus der Gesamtfläche herausrechnet, liegt das WK über der 800-Quadratmeter-Grenze. Ebener hofft deshalb, dass die Regierung noch einlenkt. „Die Verbände laufen Sturm gegen diese Regelung“, sagt der WK-Geschäftsführer. Tatsache ist, dass zumindest der Hauptverband des Deutschen Einzelhandels (HDE) an die Politik appelliert, die Beschlüsse zu überdenken und entsprechend anzupassen. Und auch der Bundesverband der Deutschen Industrie (BDI) und der Deutsche Industrie- und Handelskammertag (DIHK) stoßen sich an der 800-Quadratmeter-Grenze.

Quick-Schuh öffnet

„Quick-Schuh werde ich am Montag aber auf jeden Fall wieder öffnen“, kündigte Ebener an, dass der Verkauf im benachbarten Schuhladen wieder aufgenommen werde. „Und was das WK angeht, bin ich auch nicht ganz so pessimistisch“, drückt er aus, dass er die Hoffnung auf eine Öffnung seiner ganzen Verkaufsfläche vielleicht schon am nächsten Montag noch nicht ganz aufgegeben hat.

Dann könnte Ebener auch auf die Bewachung der Ware verzichten, für die er seit Wochen dauerhaft zwei Mitarbeiter abstellt. Zumindest an dieser Stelle mit Erfolg, wie er sagt: „Uns ist nichts gestohlen worden, jedenfalls haben wir es nicht bemerkt“, sagt er. Ladendiebe seien allerdings im Obergeschoss erwischt worden. „Dass man uns in so einer Situation auch noch beklaut – unfassbar!“, kann Ebener so etwas nicht verstehen.

Keine Kurzarbeit möglich

Die Corona-Krise hat dem ohnenhin schon finanziell angeschlagenen Kaufhaus in Werdohls Zentrum noch zusätzlich zu schaffen gemacht. Und trotz Teilschließung muss das Unternehmen größtenteils ohne staatliche Finanzhilfen auskommen. „Kurzarbeit konnten wir nicht anmelden, weil wir ja am 30. Juni schließen werden“, nannte Ebener ein Beispiel. Trotzdem sind schon seit Wochen viele Beschäftigte nur an drei bis vier halben Tagen pro Woche an ihrem Arbeitsplatz. Immerhin müssen sie dadurch keine großen finanzielle Einbußen hinnehmen. „Wir bezahlen alle weiter, ausgezahlt wird der Durchschnittslohn der letzten drei Monate“, erläuterte Geschäftsführer Ebener.

Vielleicht ist ja auch das vorbei, wenn das Kaufhaus vielleicht ab Montag doch wieder ganz öffnen kann. Der letzte Verkaufstag am 30. Juni ist dann allerdings nicht mehr weit entfernt.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Hinweise zum Kommentieren: Auf come-on.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.


Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.

Netiquette
Hinweis: Kommentieren Sie fair und sachlich! Rassistische, pornografische, menschenverachtende, beleidigende oder gegen die guten Sitten verstoßende Äußerungen sind verboten und werden gelöscht.

Kommentare