Katze stirbt beinahe an Plastikstück: Präpariertes Futter vermutet

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Dieses Plastikstück wurde dem Kater Simba aus dem Darm herausoperiert.

Werdohl - Ist ein Katzenhasser im Wohngebiet Mühlenschlad in Eveking unterwegs? Ramona Bollermann vermutet das, nachdem nur eine Notoperation ihren sechs Jahre alten Kater Simba retten konnte.

Eine scharf zugeschnittene Ecke einer Plastik-Knuspertasche des bekanntesten deutschen Katzenfutter-Herstellers hatte der Tierarzt aus Plettenberg vor rund einer Woche aus dem Darm des Stubentigers entfernt. Die OP ist zwar gelungen, aber über den Berg ist das Tier damit noch längst nicht, weiß die Besitzerin.

Da Simba ein Freigänger ist, wird vermutet, dass er irgendwo draußen an den Hängen des Mühlenschlad etwas gefressen hat, das ein Unbekannter ausgelegt und mit der erwähnten Plastikecke präpariert hat – etwa Wurst oder ein Stück Fleisch. 

Ramona Bollermann mit ihrem Kater Simba. Ohne die Notoperation vor rund einer Woche würde der Stubentiger nicht mehr leben.

Erinnerungen an einen Fall vor zwei Jahren, bei dem eine Katze vermutlich durch eine Vergiftung zu Tode kam, wurden wach. Möglich ist, so Ramona Bollermann, dass ihr Simba den gefährlichen Happen schon im Mai zu sich genommen hat, denn seit damals hatte er Probleme, die immer stärker wurden. 

Tumor zunächst in Verdacht

Zunächst war als Ursache ein Tumor vermutet worden, dann gab es Infusionen und Spritzen. Der Kater fraß nicht mehr und wenn, dann übergab er sich anschließend. Die Tierärztin in Werdohl empfahl schließlich eine Operation bei ihrem Kollegen in Plettenberg. Und der förderte das Stück Plastik zu Tage, das sich regelrecht in den Darm hineingebohrt hatte.

Unfassbar für die Halterin und auch für den Tiermediziner. Sie habe diesen Fall inzwischen beim Tierschutzverein gemeldet, so Ramona Bollermann. Und auch bei der Polizei wollte sie am Mittwoch Anzeige erstatten. 

Die Chance, dass der Katzenhasser ermittelt wird, ist zwar gering, aber wenn das gelingen würde, wäre zumindest die Wahrscheinlichkeit groß, dass sie nicht auf den Arztkosten – schon weit mehr als 600 Euro – sitzen bleibt. Zeugen, die etwas zu dem Fall sagen könnten, werden gebeten, sich bei der Polizei zu melden.

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