Kathrin Hartwig ist neue Stadtplanerin in Werdohl

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Für Stadtplanerin Kathrin Hartwig ist es sehr wichtig, dass sich die Werdohler in ihrer eigenen Stadt wohl fühlen. Die 28-jährige Lüdenscheiderin ist überzeugt: „Das würde auch den Blick von Außenstehenden auf diese Stadt verändern.“

Werdohl - „Es war mein Wunsch, in der Region tätig zu werden, die mir persönlich etwas bedeutet“, sagt Kathrin Hartwig. Die 28-jährige Lüdenscheiderin ist Nachfolgerin des bisherigen Stadtplaners Stefan Groß.

„Ich habe mich schnell eingearbeitet“, sagt Hartwig, die ihre Tätigkeit in Werdohl am 1. November des vergangenen Jahres aufgenommen hat. Stadtplaner Stefan Groß habe bis zu seinem Weggang zum Ende des Jahres noch einige Projekte abgeschlossen, und ihr auch damit die Arbeit erleichtert. Denn im Gegensatz zu ihrem Vorgänger steht der neuen Stadtplanerin eine geringeres Stundenkontingent – eine halbe Stelle – zur Verfügung. 

„Langeweile kommt da nicht auf“, stellt die 28-Jährige fest. Allerdings sei ihr Aufgabenbereich umstrukturiert worden. „Einige Tätigkeiten fallen jetzt weg. Es gibt immer noch viel zu tun, aber bisher passt es“, zieht die Lüdenscheiderin Bilanz.

„Es ist schon eine ganze Menge passiert“

Kathrin Hartwig, die in Siegen Architektur und Städtebau studiert und in Dortmund mit dem Master abgeschlossen hat, freut sich auf die Herausforderungen in Werdohl. Sie sieht die Stadt an der Lenne auf einem guten Weg: „Es ist schon eine ganze Menge passiert“, sagt sie. 

Als Lüdenscheiderin kenne sie die Nachbarstadt Werdohl natürlich schon lange. „Doch von den Projekten im Rahmen des Stadtumbaus West war ich wirklich positiv überrascht.“ Momentan stehe der Westpark ganz oben auf ihrer Prioritätenliste. Die Ausschreibungen stünden unmittelbar bevor; im April solle ein Unternehmen beauftragt werden. „Wenn alles nach Plan läuft, werden die Arbeiten im April oder Mai beginnen“, berichtet die Stadtplanerin. 

Auch Förderung der Randbereiche

Zeitgleich werde sie natürlich die Projekte in der Innenstadt weiterverfolgen. „Aber ich habe mir auf die Fahne geschrieben, dass auch die Randbereiche, wie beispielsweise das Versetal, etwas von dem Kuchen abbekommen sollen und auch dort Fördergelder hinfließen“, erklärt Kathrin Hartwig. 

Bevor allerdings konkrete Maßnahmen in Angriff genommen werden könnten, müsse der Bedarf vor Ort analysiert werden. Es gelte beispielsweise zu klären, ob die Infrastruktur zu wünschen übrig lasse oder ob eher Freizeitangebote im Versetal fehlen. 

Gastronomie und Unterkunftsmöglichkeiten

Apropos fehlen: Langfristig müsse es gelingen Gastronomiebetriebe in Werdohl anzusiedeln und Unterkunftsmöglichkeiten zu schaffen, stellt Hartwig fest. Denn die Stadt habe aus ihrer Sicht schon jetzt touristisch einiges zu bieten. „Deshalb sind auch Wander- und Radwege so wichtig für die Entwicklung Werdohls“, stellt die Stadtplanerin fest. Zudem hoffe sie zukünftig auf eine positive Grundstimmung der Werdohler.

„Wir können momentan nicht verhindern, dass die Stadt schrumpft. Aber wenn wir nichts tun, können wir diesen Prozess nicht einmal verlangsamen, geschweige denn in absehbarer Zeit stoppen“, sagt Hartwig. Deshalb sei es auch so wichtig, dass sich die Werdohler in ihrer eigenen Stadt wohl fühlen könnten. 

Sie werde – gemeinsam mit ihren Kollegen – einen Teil dazu beitragen, erklärt Hartwig, und verspricht: „Wir haben noch einige kreative Ideen im Kopf.“

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