Heiligabend-Gottesdienst schlecht besucht

Nur gut 20 Katholiken in der Pfarrkirche

Nur gut 20 Besucher hatten den katholischen Familiengottesdienst an Heiligabend in der Pfarrkirche St. Michael besucht. 45 Personen wären zugelassen worden. Pfarrer Kamil Pawlak sprach die Jungen und Mädchen häufig direkt an.
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Nur gut 20 Besucher hatten den katholischen Familiengottesdienst an Heiligabend in der Pfarrkirche St. Michael besucht. 45 Personen wären zugelassen worden. Pfarrer Kamil Pawlak sprach die Jungen und Mädchen häufig direkt an.

Erst auf den allerletzten Drücker kamen sie in die St.-Michael-Kirche am Donnerstag. Zum Familiengottesdienst an Heiligabend kamen die katholischen Gläubigen – anders als in den Vorjahren – frühestens zehn Minuten vor Beginn, die meisten sogar deutlich später.

Werdohl - Die meisten erklärten auf Nachfrage, sie hätten keinerlei Bedenken gehabt, an der Feier in der Kirche teilzunehmen. Erschienen waren allerdings auch bloß gut 20 Menschen. Zwei davon waren Sandra und Letizia Nöbel. Die Mutter erklärte: „Ich habe schon gezögert, weil ja viele gesagt haben, dass sie nicht in die Kirche gehen wegen der hohen Fallzahlen.“

Doch letztlich habe sie sich entschlossen, mit Letizia ins Gotteshaus zu gehen – trotz der Corona-Pandemie. „Schließlich ist sie im kommenden Jahr ein Kommunionkind. Ich finde, da gehört das zur Vorbereitung einfach dazu“, argumentierte Sandra Nöbel. „Wir waren auch bei allen vier Advents-Gottesdiensten“, schiebt sie nach.

Den Familiengottesdienst leitete Pfarrer Pater Kamil Pawlak. Er sprach die Mädchen und Jungen in den Sitzreihen gezielt an: „Mama hat heute sicherlich etwas Leckeres für Euch gekocht. Der Papa hat den Baum geschmückt. Und vielleicht habt Ihr ihm dabei geholfen. Und jetzt wollen wir in der Kirche nun Jesus an seinem Geburtstag begrüßen.“

Nachdem der Pater die Weihnachtsgeschichte verlesen hatte, richtete er sich wieder an die Kinder: „Der Engel sagt zu den Hirten also, sie müssten keine Angst haben. Und das obwohl es Nacht und ganz dunkel ist. Er sagt, dass ein Kind geboren wurde, dass der Retter sei. Einer, der für uns da ist, wenn wir traurig sind, oder wenn es uns nicht gut geht.“

Die Musik während der weihnachtlichen Gottesdienst-Feier kam von der CD – ein Kinderchor war so mit Liedern wie „Oh, Du Fröhliche“ zu hören. Unter den derzeitigen Virus-Auflagen wären in der St.-Michael-Kirche 45 Personen zugelassen gewesen. Dieses Kontingent wurde bei Weitem nicht ausgeschöpft.

Wie war es bei den anderen Gemeinden?

Die Landesregierung wollte im Gegensatz zu den Entscheidungen an Ostern den Kirchen für Weihnachten keine Vorgaben machen. Die benachbarte katholische Kirchengemeinde St. Matthäus in Altena und die katholischen Kirchengemeinden im Pastoralverbund Balve-Hönnetal hatten kurzfristig beschlossen, in dieser Weihnachtszeit keine Christmessen in den Kirchen und Kapellen anzubieten. Die Bistümer hatten den Gemeinden freigestellt, ob sie Präsenzgottesdienste anbieten oder absagen. Alle evangelischen Kirchengemeinden hatten ihre Präsenzgottesdienste abgesagt, nachdem die westfälische Präses Annette Kurschus die Gemeinden darum gebeten hatte.

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