Urnengarten mit Platz für 140 Grabstellen

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Auf dem Katholischen Friedhof entstehen derzeit ein Urnengarten (Foto) und ein neues Urnenfeld.

Werdohl - Der Trend zur Urnenbestattung hält an, die klassische Bestattung im Wahlgrab mit Sarg wird immer seltener durchgeführt. Darauf reagiert jetzt auch die katholische Pfarrgemeinde St. Michael, indem sie auf ihrem Friedhof ein neues Urnenfeld anlegt.

Eigentlich sind es zwei Felder für die Urnenbestattung, die derzeit auf dem Friedhof zwischen Hartmecke und Klosterweg entstehen. „In den vergangenen Jahren zeigte sich deutlich, dass es für die Hinterbliebenen schöner ist, wenn sie wissen, wie die Umgebung der letzten Ruhestätte ihrer Angehörigen aussehen wird“, schreibt die Gemeinde in ihrem gerade erschienenen Mitteilungsblatt. Das war bisher nicht gegeben, weil die bisherigen Urnenfelder erst nach der letzten Bestattung gestaltet wurden. Diesem Wunsch trage der Kirchenvorstand sowohl mit der Anlage der neuen Urnenwahlgräber als auch mit der Anlage des Urnengartens Rechnung.

Die Urnenwahlgräber sind kleine rechteckige Gräber, die die Hinterbliebenen für ihre verstorbenen Angehörigen auswählen können. Die gesamte Fläche wird bereits vor der Belegung komplett gestaltet.

Das gilt auch für den Urnengarten, allerdings werden dort die Grabstellen deutlich enger beieinanderliegen. Dafür würden für die späteren Urnenbestattungen zunächst Hohlrohre in den Boden eingebracht. Anschließend würden die Stelen gesetzt und die Fläche wird komplett bepflanzt, beschreibt die Gemeinde, wie der Urnengarten für Bestattungen vorbereitet wird. „Auf diese Weise werden die Urnen später nicht auf einer freien Fläche, sondern in einer gepflegten Gartenanlage beigesetzt“, heißt es im Mitteilungsblatt.

Bei einer Beisetzung würden die Erde und der Deckel über dem jeweiligen Kunststoffrohr abgehoben. Nach der Beisetzung der Urne werde das Rohr entfernt und das Urnengrab verfüllt. Auf einer Fläche von ungefähr 70 Quadratmetern können auf diese Weise etwa 140 Urnengräber Platz finden.

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