Einige Schulen planen um

Karneval fällt aus, die freien Tage an den meisten Schulen nicht

Unabhängig von der Entscheidung in der Bund-Länder-Konferenz, werden die meisten Klassenräume in der Region an Rosenmontag leer bleiben.
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Unabhängig von der Entscheidung in der Bund-Länder-Konferenz, werden die meisten Klassenräume in der Region an Rosenmontag leer bleiben.

Wie geht es nach dem 14. Februar mit dem Lockdown weiter? Darüber werden Bund und Länder am Mittwoch in einer neuerlichen Videokonferenz entscheiden.

Aber selbst wenn es Lockerungen für Schulen geben sollte, würde am 15. Februar in den meisten Schulen kein Präsenzunterricht stattfinden. Denn dann ist Rosenmontag und damit ein beweglicher Ferientag.

Vor Monaten beschlossen, halten viele Schulen auch jetzt daran fest, obwohl coronabedingt keine Feiern oder Umzüge stattfinden. Dabei wünschen sich vor allem viele Eltern, dass nach den Ausfällen zuletzt Unterricht stattfinden würde.

Realschule Werdohl

„Diese Überlegung hatten wir auch“, sagt Oliver Held, Rektor der Werdohler Realschule. „Doch nach einem Hinweis der Bezirksregierung haben wir uns erst einmal bei der Märkischen Verkehrsgesellschaft erkundigt, welchen Fahrplan die für Rosenmontag vorsehen.“ Held erläutert: „Und die sind dann im Ferienbetrieb. Was nützte es also, wenn wir Präsenzunterricht anböten, unsere Schüler aber nicht zu uns kommen könnten?“

Im Januar hatte der Schulleiter über ein Messenger-System die Eltern informiert, dass die Entscheidung getroffen worden sei, die Tage nicht zu verschieben. Der Schulleiter sagt: „Die Eltern hätten über das Messenger-System und auch per E-Mail Gelegenheit gehabt, mich zu diesem Thema zu kontaktieren. Aber es gab keinerlei Reaktionen. Also scheint die Akzeptanz der Entscheidung gegeben zu sein.“

Albert-Einstein-Gesamtschule Werdohl

Diesen Entschluss hat die Realschule übrigens abgestimmt mit der Albert-Einstein-Gesamtschule (AEG). Deren Schulleiter Sven Stocks erklärt den Ablauf: „Am 25. Januar haben wir online eine Schulkonferenz durchgeführt. Diese ist mit Eltern, Schülern und Lehrern besetzt. Das Gremium hat einstimmig entschieden, die beweglichen freien Tage nicht anzutasten.“

Auch Stocks habe keine Klagen der Eltern oder Schüler zu dieser Entscheidung vernommen. „Wir hoffen nun, dass wir am Mittwoch wieder mit dem Präsenzunterricht beginnen können.“ An der AEG ist nämlich nicht nur der Montag, sondern auch der Veilchendienstag schulfrei. „Diese freien Tage gelten übrigens auch bei einer Lockdown-Verlängerung“, betont Stocks. „Es wird am Montag und Dienstag also auch keinen Distanzunterricht geben.“

Martin-Luther-Grundschule in Werdohl

Unverändert bleibt die Regelung der beweglichen freien Tage auch an der Martin-Luther-Grundschule in Werdohl. Schulleiterin Britta Schwarze erklärt: „Natürlich verstehen wir den Unmut einiger Eltern. Wir hatten kurz erwogen, die freien Tage zu verschieben, aber dadurch könnte sich bei einer Lockdown-Verlängerung letztlich an einer anderen Stelle eine ebenso ungünstige Konstellation ergeben.“

Weiter erklärt Britta Schwarze: „Wir legen die beweglichen freien Tage frühzeitig vor Beginn des Schuljahres fest. Ebenso rechtzeitig fragen wir den Betreuungsbedarf für diese Tage bei den Eltern ab. Das können wir so kurzfristig nicht alles umwerfen.“

Katholische Grundschule in Werdohl

Maria Apprecht, Leiterin der katholischen Grundschule in Werdohl, sah dies anders. Sie führte gemeinsam mit Elternvertretern am Freitag zu diesem Thema online eine Schulkonferenz durch. „Wir haben beschlossen, die beweglichen Ferientage in diese Woche vorzuverlegen und bieten währenddessen eine Notbetreuung an.“ Sie freut sich also, „dass wir eventuell an Rosenmontag wieder mit dem Präsenzunterricht starten können“.

Hönnequell-Schule Neuenrade

Einen vergleichbaren Entschluss traf die Schulkonferenz der Neuenrader Hönnequell-Schule. Rektorin Eva Päckert: „In Rücksprache mit Eltern- und Schülervertretern sowie dem Kollegium und auch den Vertreten der Burggrundschule haben wir die für den 15. und 16. Februar geplanten freien Tage auf den 11./12. Februar vorverlegt.“

Damit bestehe – je nach Beschlusslage des Ministeriums für Schule und Bildung – die Möglichkeit, bereits ab Montag wieder mit Präsenz- oder Hybridunterricht beginnen zu können. Päckert betont: „Dabei haben wir vor allem unsere Abschlussschüler im Blick. Eine Verlegung der beweglichen Ferientage ins weitere Schuljahr stellte für uns angesichts der noch anstehenden Abschlussprüfungen, Praktika und Klassenarbeiten keine Option dar.“

Waldorfschule Neuenrade

Die Neuenrader Waldorfschule hatte ebenso wie die Hönnequellschule für Rosenmontag und Veilchendienstag bewegliche Ferientage vorgesehen, hat diese Planung jedoch nicht verändert. Klaus Giljohann, kaufmännischer Geschäftsführer, sagt: „Das verschafft uns – nach Wochen des Lernens auf Distanz – vier Tage Zeit, nicht vor dem Computer oder dem Tablet sitzen zu müssen.“

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