Kandidaten für den „TuS Zwerge“ gesucht

Stolz nahmen die kleinen Nachwuchskicker ihre Urkunden entgegen.

WERDOHL ▪ Für echte Fußballer darf das Wetter eigentlich keine Rolle spielen. So ging es am Samstag auch jenen Kindern, die als Gäste des TuS Versetal ihre Künste an den Bällen erprobten und dafür zumeist mit einer Urkunde des Deutschen Fußballbundes (DFB) belohnt wurden.

Dribbeln, passen, köpfen und flanken – möglichst mit Präzision – lauteten die Aufgaben an den verschiedenen Stationen des guten Nachwuchsfußballers. Ein Ball musste in ein Zielquadrat geflankt, an eine Bank gepasst oder mit dem Kopf ins obere Toreck befördert werden. Gedribbelt wurde zwischen Fähnchenstangen, und nur für die unter 14-Jährigen wurde aus dem Elfmeter ein „Neunmeter“. 20 Punkte gab es am Tor für einen Treffer in die oberen rechten oder linken Torecken, zehn Punkte für rechts oder links unten, und wer dort hinschoss, wo der Torwart beim Elfmeter zu stehen pflegt, wurde mit zwei bis sechs Punkten abgespeist. Harte Bedingungen, aber manche Sportarten verlangen eben ihren Tribut. Die Kinder jedenfalls zeigten, was sie konnten und wurden mit den begehrten Fußball-Abzeichen belohnt.

„Wir freuen uns über jedes Kind“, erklärte Volker Ossenberg vom TuS Versetal die intensiven Bemühungen seines Vereins um Nachwuchs – ein Ziel, dem auch das Probetraining auf dem Sportplatz Altenmühle diente. „Wir versuchen mittel- und langfristig wieder alle Jugendmannschaften zu besetzen“, erklärte Ossenberg. „Trainer sind vorhanden.“ Weil viele Jugendliche „lieber mit der Playstation Fußball spielen“, soll sich dieser Aufbau von unten nach oben vollziehen. Genau diesem Ziel entsprachen die kleinen Fußballer, die am Samstag aufliefen.

Weniger Glück hatten Mike Wirtzmann und seine Jugendfeuerwehrleute aus Eveking, die ebenfalls um Nachwuchs werben wollten. Das schicke Feuerwehrauto blieb weitgehend unbeachtet – jene Kinder, die da waren, wollten Fußball spielen. ▪ thk

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