Kanalprüfung: Mark-E ist schon lange dabei

In der ehemaligen Halle von Schmerbeck & Kuhlmann betreibt die Mark-E ein Lager. Auf dem Platz davor werden gerade die Reste alter Kanäle zerkleinert und für den späteren Wiedereinbau aufbewahrt.

WERDOHL ▪ Was den privaten Hausbesitzern bis vermutlich 2015 auch droht, ist für gewerbliche Grundbesitzer schon seit 1995 Pflicht: Die Überprüfung der Kanäle auf Dichtigkeit. Für die Mark-E am Standort Elverlingsen ist diese „SüwV Kan“ schon lange eine Pflichtübung.

Rund sieben Kilometer Kanalnetz betreibt die Mark-E auf dem Kraftwerksgelände in Elverlingsen. Jedes Jahr werden im Sinne der „Selbstüberwachungsverordnung Kanal“ des nordrhein-westfälischen Landesumweltamtes mehr oder weniger große Teile des privaten Abwassernetzes des Energieversorgers gewartet. Nach einer Videoanalyse weiß man bei der Mark-E, welches Stück wann ausgetauscht werden muss. Für Torsten Matthäus, Meister Bekohlung und Logistik bei der Mark-E in Elverlingsen, gehört die Kanalwartung zum laufenden Geschäft.

In diesem Jahr sind rund 300 Meter Kanal komplett ausgetauscht worden, weil eine Instandsetzung nicht mehr lohnenswert war. Häufig besteht die Möglichkeit, defekte Kanäle durch das Inliner-Verfahren zu reparieren. Dabei wird ein Kunststoffschlauch mit Polyester ummantelt ins Rohr gebracht und mit Heißluft aufgeblasen. Das Verfahren ist aber nicht immer wirtschaftlich und bei großen Beschädigungen auch nicht praktikabel.

Die alten Kanalrohre haben die für Mark-E arbeitenden Baufirmen Monz und Rode in der Nähe der Schmidtsbrücke am ehemaligen Werk von Schmerbeck & Kuhlmann aufgehäuft. Seit Mittwoch vergangener Woche werden die rund 750 Kubikmeter Bauschutt mit einem gigantischen Brecher zermahlen und zerkleinert. Die Baustelle ist von der Bundesstraße gut einsehbar. Für Baufirmen ist so etwas „Winterarbeit“. Das zerkleinerte Material wird auf dem Gelände gelagert und bei der nächsten Kanalbaustelle wieder mit eingebaut.

Die leere Halle und das ungenutzte Gelände von Schmerbeck & Kuhlmann hat Mark-E vor mehr als zehn Jahren gekauft und dem Kraftwerksgelände angegliedert. Die Schmidtsbrücke ist längst nicht mehr begehbar und gehört der Stadt Werdohl. Das Gelände, das Mark-E als Lager Nord bezeichnet, ist ausschließlich über das Kraftswerksgelände zu erreichen.

In der sanierten Halle hat Torsten Matthäus die über das ganze Werksgelände verteilten Lagerstellen zusammengeführt. In der Halle liegen jetzt – sorgsam katalogisiert – Rohre aller Art, besonders schwere Ersatzteile und Schleifteile für die Kohlenmühlen im Kraftwerk.

Von Volker Heyn

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