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Kampf gegen Corona: Impfaktion an der Gesamtschule

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Von: Michael Koll

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Die erste Schutzimpfung gegen das Coronavirus bekamen am Donnerstag 57 Gesamtschüler verabreicht. Nach dem Aufklärungsgespräch mit Dr. Paul Gotthardt nahm die Medizinische Fachangestellte Jasmine Oltmanns die Impfung vor.
Die erste Schutzimpfung gegen das Coronavirus bekamen am Donnerstag 57 Gesamtschüler verabreicht. Nach dem Aufklärungsgespräch mit Dr. Paul Gotthardt nahm die Medizinische Fachangestellte Jasmine Oltmanns die Impfung vor. © Koll, Michael

Im Kampf gegen die Corona-Pandemie fand am Donnerstagvormittag erstmals auch eine Impfaktion an der Albert-Einstein-Gesamtschule (AEG) am Riesei für Schüler ab zwölf Jahren statt – und das Interesse war groß.

„57 Schüler haben sich angemeldet für den heutigen Impftermin“, erklärte Schulleiter Sven Stocks. Zum Vergleich: An einer Impfaktion in der vergangenen Woche am Burggymnasium in Altena nahmen 24 Gymnasiasten und sechs Sekundarschüler teil. An einer Impfaktion der Sekundarschule in Nachrodt am Mittwoch nahmen fünf Schüler teil.

„Heute Morgen sind noch zwei Schüler dazu gekommen und vielleicht melden sich kurzfristig ja auch noch weitere. Das Impfen geht ja am Nachmittag noch weiter“, sagte Stocks. Alle Schüler, die geimpft werden wollten und noch nicht mindestens 16 Jahre alt sind, mussten eine Einverständniserklärung der Eltern vorweisen. Diese konnten aber auch persönlich am Riesei vorbeikommen.

Auch Eltern können sich impfen lassen

Denn das Impfangebot von Dr. Paul Gotthardt aus Neuenrade, der vor einigen Monaten bereits die Impfaktionen für die Lehrer an der AEG durchgeführt hatte, richtete sich ausdrücklich auch an die Eltern der Schüler. „Wir sind vorbereitet und haben auf jeden Fall genügend Impfstoff dabei“, sagte der Mediziner. Schulleiter Stocks wusste, „dass sich auch Eltern angemeldet haben, vielleicht haben die aber auch nur gedacht, sie müssten als Einwilligung die Anmeldung ihrer Kinder mit unterschreiben. Wir werden sehen, ob sie wirklich kommen.“

Das Impfpräparat, das der Arzt und die Medizinische Fachangestellte Jasmine Oltmanns mitgebracht hatten, war ausschließlich jenes des Unternehmens Biontech, was auch für die Impfung von Jugendlichen ab zwölf Jahren zugelassen ist. Weil von dem mRNA-Impfstoff Comirnaty von Biontech bekanntlich zwei Dosen verabreicht werden müssen, um den vollständigen Impfschutz zu erreichen, wird es in sechs Wochen einen zweiten Impftermin an der Gesamtschule geben. Dann bekommen alle, die am Mittwoch erstgeimpft wurden, ihre zweite Spritze.

Booster-Impfung ist nicht geplant

Einen dritten Termin für die sogenannte Booster-Impfung hat Gotthardt nicht geplant. „Bei den jungen Leuten ist der Impfschutz deutlich besser ausgeprägt als bei uns Älteren. Die Impfung hält also länger an“, erläuterte der Mediziner. Gotthardt ergänzte: „Von der Notwendigkeit einer dritten Impfdosis wird in dieser Altersgruppe ja noch nicht geredet. Und ich denke, dass die – wenn überhaupt – auch erst deutlich später erfolgen wird und nicht bereits nach einem halben Jahr.“

Schulleiter Stocks ist froh, dass die Impfquote an seiner Schule mit derartigen Aktionen weiter steigt. „Im Kollegium sind weit mehr als 90 Prozent geimpft. Ich persönlich weiß nur von einem Lehrer, der skeptisch und deshalb noch ungeimpft ist.“ Doch auch die geimpften AEG-Pädagogen würden – wie die Schüler – wöchentlich weiter drei Mal getestet, um die Sicherheit so hoch wie möglich zu halten. „In der Schülerschaft sieht es aber auch gut aus“, sagte Stocks. „In der 13. Jahrgangsstufe liegt die Impfquote bei 95 Prozent. Es gibt drei noch nicht geimpfte Schüler in diesem Jahrgang.“ Insgesamt sind nach der jüngsten Impfaktion mit Dr. Gotthardt nach Auskunft der Schulverantwortlichen nun 137 von 705 Schülern an der Werdohler Gesamtschule mindestens einmal geimpft.

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