Großeinsatz mit der Drehleiter

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Mit Hilfe der Drehleiter und einer Wärmebildkamera untersuchte die Feuerwehr den Kamin des Wohnhauses von oben.

Werdohl – Ein brennender Holzbalken hat am Mittwoch gegen 11 Uhr für einen Großeinsatz der Feuerwehr in Pungelscheid gesorgt

Circa 30 Helfer des Löschzuges Kleinhammer und der Löschgruppe Brüninghaus, aus Eveking und aus der Stadtmitte waren in der Straße Im Espenhagen im Einsatz, um einen möglichen Gebäudebrand zu verhindern. 

Aus dem Kaminzug in dem bereits 1740 erbauten Haus war offenbar vorab unbemerkt Putz herausgebrochen. Folglich hatten die Rauchgase – und auch der Funkenflug aus der Brennkammer – direkten Kontakt mit einem der tragenden Holzbalken in dem alten Gebäude, der direkt neben dem Kamin entlangläuft. „Der Balken muss über mehrere Tage zunächst im nicht sichtbaren Bereich durchgebrannt sein. Die Hausherrin hatte jetzt bemerkt, dass er starke Hitze ausstrahlt und uns verständigt“, erklärte Wehrleiter Kai Tebrün. 

Den Balken löschten die Einsatzkräfte mit Kohlendioxid, das keine Brandrückstände hinterlässt. Die verkohlten Teile entfernten sie sorgfältig mit Sägen und einer Feuerwehraxt. Den Verdacht, dass es sich um einen tragenden Balken im Haus handeln könnte, bestätigte wenig später eine Statikerin des Märkischen Kreises. Um einer Einsturzgefahr vorzubeugen, hatten die Feuerwehrleute vorsichtshalber eine Stütze aus ihrem Rüstwagen eingesetzt. Diese soll erst entnommen werden, wenn ein Zimmermann den Schaden in dem Gebäude repariert hat. 

Da die Rettungskräfte als Ursache für das Feuer zunächst einen Kaminbrand vermuteten, kam auch die Drehleiter aus der Stadtmitte zum Einsatz. Mit ihrer Hilfe und mittels einer Wärmebildkamera kontrollierte ein Feuerwehrmann den Kamin vom Dach aus – und stellte fest, dass kein Kaminbrand vorliegt.

Feuerwehreinsatz in Pungelscheid

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