Werdohler Feuerwehr reagiert auf Angriffe mit Schulung

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Bürgermeisterin Silvia Voßloh (links) und Stadtbrandinspektor Kai Tebrün (rechts) zeichneten Torsten Sommer (3. von links, mit Ehefrau Tanja Sommer), Heinz-Jürgen Tremblau und Roland Sbresny (4. und 5. von links) aus. Friedrich Eckardt (3. von rechts, mit Ehefrau Monika Eckardt) wurde in die Ehrenabteilung verabschiedet.

Werdohl - Zum Kameradschaftsabend haben sich die Mitglieder der Werdohler Feuerwehr am Samstag im Festsaal Riesei versammelt. In diesem Rahmen blickte Feuerwehrchef Kai Tebrün auf das zu Ende gehende Jahr zurück, während Bürgermeisterin Silvia Voßloh das Engagement der Feuerwehr würdigte.

Stadtbrandinspektor Tebrün erinnerte an die kleinen und großen Einsätze der Feuerwehr in diesem Jahr. Besonders hob er zwei Verkehrsunfälle hervor – einen Frontalzusammenstoß zweier Lkw im Versetal und einen spektakulären Autounfall im Bereich der Kirchstraße in Eveking – bei denen mehrere Werdohler Einheiten erfolgreich zusammengearbeitet hätten.

Zu zeitintensiven Einsätzen hätten wieder verschiedene Ölspuren geführt, sagte Tebrün weiter und ging dabei auf das Verhalten einiger Verkehrsteilnehmer ein. Dass sie die Straße benutzen wollten, sei zwar nachvollziehbar, doch sollten sie ihren Unmut über die Ursache der Verzögerung nicht an den Feuerwehrleuten auslassen.

"Rote Linie überschritten"

Bei anderen Einsätzen seien Feuerwehrmänner sogar angegriffen und beschimpft worden, berichtete der Feuerwehrchef. „Trauriger Höhepunkt“ sei in dieser Beziehung der Schützenfest-Sonntag gewesen, als Mitglieder des Löschzugs Stadtmitte kurzfristig die Zufahrt zur Freiheitstraße gesperrt hätten, um den Schützenzug abzusichern. Dies habe dazu geführt, dass sie von Fahrzeuginsassen, die auf dem Weg zu einer Trauerfeier gewesen seien, tätlich angegriffen worden seien. „Da wurde eindeutig eine rote Linie überschritten“, betonte Tebrün.

Mittlerweile habe die Feuerwehr auf solche Vorfälle reagiert: 25 Mitglieder würden bei einem Sicherheitsdienst für die Eigensicherung im Einsatzdienst geschult.

Ehrungen und Verabschiedung

Zusammen mit Bürgermeisterin Voßloh ehrte Tebrün dann vier Jubilare. Seit 35 Jahren sind Unterbrandmeister Thomas Wiese und die Hauptbrandmeister Torsten Sommer und Roland Sbresny im Feuerwehrdienst, sogar seit 40 Jahren trägt der stellvertretende Wehrleiter Heinz-Jürgen Tremblau die blaue Uniform. Aus dem aktiven Dienst verabschiedeten Voßloh und Tebrün den Brandinspektor Friedrich Eckardt.

Bürgermeisterin Voßloh dankte allen Mitgliedern der Feuerwehr für ihre Bereitschaft zur Fort- und Weiterbildung ebenso wie für ihren Einsatz im Übungs- und Ernstfall. Sie hob die Bedeutung des Teamgedankens innerhalb der Feuerwehr hervor: „Füreinander einzustehen und gemeinsam ein Ziel zu verfolgen – das ist Teamgeist“, sagte sie.

Das Team der Freiwilligen Feuerwehr Werdohl bestehe aber nicht nur aus den drei Löschzügen und einer Löschgruppe. Voßloh zog den Kreis weiter: Auch die Jugendfeuerwehr, in der Kräfte für den aktiven Dienst ausgebildet würden, gehöre dazu – und nicht zuletzt die Familien der Einsatzkräfte, ohne deren Unterstützung alles um ein Vielfaches schwieriger wäre. „Das zeigt, dass jeder wertvoll ist – mit seiner Persönlichkeit, seinen Fähigkeiten, seinem Engagement, seiner Individualität“, sagte Voßloh.

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