Werdohls letzter Haushalt mit erlaubtem Defizit

(Symbolfoto)

Werdohl - So ganz langsam gibt es Licht am Ende des Tunnels zu sehen: Wenn Kämmerer Karl-Wilhelm Schlüter kommenden Montag, 26. September, dem Rat den Haushaltsplanentwurf für das Jahr 2017 vorlegt, darf er zum letzten Mal ein Defizit ausweisen.

Bekanntlich gehört die Stadt freiwillig zum Stärkungspakt Kommunalfinanzen und bekommt jedes Jahr vom Land zusätzliche 1,7 Millionen Euro zugewiesen. Dafür muss an allen Ecken und Kanten gespart werden, die Bezirksregierung kontrolliert das. Vor allem freiwillige Ausgaben sind nicht erlaubt, allerdings soll auch die Stadt von niemandem „kaputtgespart“ werden.

Der mit dem Land vereinbarte Weg ist der, dass die Stadt erstmals 2018 einen ausgeglichenen Haushalt ausweisen kann, auch dann noch mit voller Unterstützung aus den Kommunalpaktmitteln. Ab 2019 gibt es Schritt für Schritt weniger Extra-Geld vom Land, 2021 gar keins mehr. In dem Jahr soll der Finanzausgleich auch ohne Landeshilfe gelingen.

Ob der Kämmerer und sein Haushalt auf gutem Wege sind, dieses gemeinsame Ziel zu erreichen, verrät er zum jetzigen Zeitpunkt natürlich nicht. Am Montag, 26. September, wird er dem Rat der Stadt Werdohl in öffentlicher Sitzung die Zahlen präsentieren. Die Fraktionsberatungen finden im Oktober statt, die Verabschiedung des Haushaltes ist für den 21. November geplant.

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