Junge Werdohler backen für syrische Flüchtlinge

Geburtstagskind Davot, Astrid Bauriedel und die Nachwuchsbäcker Joel (7) und Josy (8). -   Foto: Witt

Werdohl -  Als sie einen Artikel gelesen hatte, in dem der Alltag syrischer Flüchtlinge beschrieben wird, war Astrid Bauriedel tief bewegt. „Besonders die Lebensbedingungen für die Kinder sind schrecklich“, sagt die Mitarbeiterin des Jugend- und Bürgerzentrums (JBZ).

Für sie war sofort klar: „Da muss man einfach helfen.“ Und dass Michael Wirth, Leiter der Flüchtlingsberatungsstelle des evangelischen Kirchenkreises Lüdenscheid-Plettenberg, selbst in die Flüchtlingsgebiete reist, damit gespendetes Geld bei den bedürftigen Menschen ankommt, ist für Bauriedel ein weiteres Argument, genau dieses Projekt zu unterstützen.

So entstand die Idee am Freitag, 6. Juni – einen Tag vor dem Werdohler Stadtfest – einen Backmarathon im Jugend- und Bürgerzentrum zu veranstalten. „Dann backen wir, was das Zeug hält“, kündigt Bauriedel an. Die Leckereien aus der JBZ-Küche sollen während des Stadtfestes angeboten werden. Was dann auf die Teller kommt, hängt vom Wetter ab. „Aber wenn es nicht zu heiß ist, dann gibt es Erdbeerkuchen. Am besten noch mit ganz viel Schlagsahne“, kündigt Astrid Bauriedel lächelnd an.

Apropos Schlagsahne: Der Backmarathon ist gleichzeitig auch der Abschluss des Projektes „Schlag die Sahne, fertig, los“, das im April an der Schulstraße begonnen hat. „Wenn jemand Geburtstag hatte, dann haben wir gemeinsam gebacken und viele tolle Rezepte ausprobiert“, erzählt die JBZ-Mitarbeiterin – und holt einen Mandarinen-Schmandkuchen aus dem Ofen, der verführerisch duftet. Den Kuchen hat sich Davot gewünscht – zu seinem siebten Geburtstag.

Das JBZ-Team würde sich übrigens freuen, wenn es noch Unterstützung für den Backmarathon bekommen würden: Jeder, der einen Kuchen oder eine Torte zum Verkauf spenden möchte, ist gern gesehen. Interessenten sollten sich in die Liste eintragen, die im Jugend- und Bürgerzentrum aushängt. Wer keine Zeit oder kein Talent zum Backen hat, kann die Flüchtlingshilfe auch durch eine Spende unterstützen. „Wir können das Geld an unserem Stand in Höhe des Drogeriemarktes Rossmann entgegen nehmen. Wenn es gewünscht wird, schreibe ich gerne die Namen der Spender auf und sie bekommen eine Spendenquittung per Post“, sagt Bauriedel. - von Carla Witt

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