Verstärkt auf die Wünsche der Jugendlichen eingehen

Die Mitarbeiter der Jugendpflege stellten ihr neues Konzept vor.

WERDOHL ▪ Mit geänderten Konzepten soll die Jugendarbeit Werdohl künftig gestaltet werden. „Auch wenn die Öffnungszeiten in allen Jugendräumen um eine Stunde reduziert wurde, bleibt die Jugendarbeit für uns ein fester Bestandteil“, betonte Stadtjugendpfleger Michael Tauscher, als er die Veränderungen vorstellte. Die Kinder und Jugendlichen seien dabei auch aufgefordert, ihre Wünsche zu nennen.

Das gilt besonders für die Jugendlichen, die in den Jugendraum in Eveking kommen. Dieser soll im Laufe des nächsten Jahres aufgegeben werden, bis dahin möchte sich Christina Henkes, eine von vier hauptamtlichen Mitarbeitern der Jugendpflege, bemühen, die Interessen der Jugendlichen zu erfahren. Christina Henkes kümmert sich auch um den Jugendraum „Schrottkeller“ in Ütterlingsen. Hier soll ein besonderes Augenmerk auf Kooperationen gelegt werden, beispielsweise mit der Evangelischen Martin Luther-Grundschule.

Einen Tag weniger in der Woche hat ab sofort auch der Jugendraum im Ortsteil Pungelscheid geöffnet, regelmäßig seien hier rund 16 Besucher anzutreffen.

Offene Jugendarbeit wird auch auf der Königsburg betrieben, zweimal in der Woche sorgt hier Tobias Chylka im Freizeitkeller der Gesamtschule für ein verlässliches Angebot, das vor allem von Jüngeren genutzt wird. „20 Besucher kommen regelmäßig“, so Chylka, der auch als Streetworker in der Stadt unterwegs ist.

Das „Haus mit den größten Möglichkeiten“ ist das Jugend- und Bürgerzentrum an der Schulstraße. Besonders gut sei hier mittwochs der Mädchennachmittag besucht, an dem zur Zeit Hip-Hop-Kurse für jüngere und ältere Mädchen stattfinden. „Die Mädchen wünschen sich außerdem einen Fitnesskurs und ein Angebot zum Zumba“, hat Bettina Sechtenbeck-Weinbörner hier die Interessen schon ausloten können.

Michael Tauscher kümmert sich im JBZ auch um die Jungenarbeit. Jeden Donnerstag zwischen 16 und 17.30 Uhr bietet er eine Jungengruppe an, wo Sechs- bis 12-Jährige Gelegenheit haben, sich auszupowern.

In allen Jugendräumen werde künftig genau darauf geachtet, was sich die jungen Besucher wünschen und „was sie brauchen“, stellte Michael Tauscher das Prinzip vor, nach dem er und seine Kollegen arbeiten. Vorstellbar sei hier eventuell auch ein Essensangebot. „Oft kommen die Kinder und Jugendlichen mit Hunger zu uns“, berichtete Tauscher. Dass Familien gemeinsam am Tisch sitzen und essen, komme immer seltener vor. Daher gehörten bei den Ferienaktionen ein Frühstück und Mittagessen zum verlässlichen Angebot. Nicht ändern würden sich die Preise bei den Ferienaktionen. Eine Teilnahme wird auch im nächsten Jahr für 30 Euro pro Woche möglich sein.

Eine besondere Aktion steht im nächsten Jahr ebenfalls an: Am Samstag, 9. Februar, veranstaltet die Jugendpflege gemeinsam mit der Drobs ein Fußballturnier am Riesei, an dem Teams aus dem Kreis teilnehmen können. - Simone Benninghaus

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