Jugendmigrationsdienst findet im Beratungszentrum

Karmen Neumann-Cleve, Catrin Sandmann, Magdalena Maciejewska und Dr. Klaus Striedter heißen die Gäste der Kooperationspartner von Verwaltung, Jugendamt, Berufsberatung, Arbeitsagentur, Diakonisches Werk, Schulen und Kindergärten willkommen.

WERDOHL ▪ Der Jugendmigrationsdienst in der Trägerschaft des Internationalen Bundes ist seit November vergangenen Jahres in den Räumen des Sozialen Beratungszentrums an der Schulstraße 2 beheimatet. Der Umzug aus der Nachbarstadt Altena versetzt die Mitarbeiter nun in die weitaus bessere Lage, von einem zentraleren Standort aus arbeiten zu können. Das Einzugsgebiet reicht von Nachrodt-Wiblingwerde bis nach Plettenberg.

Von Susanne Riedl

„Mit dem heutigen Empfang wollen wir einen offiziellen Startpunkt setzen“, sagte Dr. Klaus Striedter, Programmgeschäftsführer des Internationalen Bundes. Wobei der Internationale Bund schon „ein bisschen älter ist als die Bundesrepublik“. Im Märkischen Kreis engagiert sich die Institution seit Mitte der 1950er Jahre. Ihre Kernaufgaben liegen in der Jugendsozialarbeit sowie in der Arbeit mit Migranten, erklärte Striedter. „Unsere Zielgruppe sind Menschen zwischen zwölf und 27 Jahren.“ Der neue Standort sei ideal, da viele Kontakte zu anderen unterstützenden Angeboten direkt in einem Haus geknüpft werden können. „Die Wege ergänzen sich“, glaubt Striedter.

Der Jugendmigrationsdienst sei in Werdohl mit mehr als offenen Armen empfangen worden, hieß Bürgermeister Siegfried Griesch die Verantwortlichen willkommen. Gerade vor dem Hintergrund, dass Uwe Wiederspahn (verantwortlich für die Werdohler Integrationsarbeit bei der Stadtverwaltung) Ende des Jahres in den Ruhestand gehen werde. Viele befürchten, dass diese Arbeit dann gestoppt werde, so Griebsch. „Ich verbinde mit Ihnen die Hoffnung, dass die Dinge, die möglicherweise verloren gehen, was wir nicht hoffen, aufgefangen werden können.“ Das Angebotsspektrum, das Ratsuchende im Sozialen Beratungszentrum geboten bekommen, ergänze sich, so dass der Integrationsdienst nicht verloren gehe.

„Wir sind nicht neu in diesem Kreis“, machte Karmen Neumann-Cleve deutlich. Schon seit Längerem habe es Überlegungen gegeben, den Altenaer Standort an einen zentraleren Ort zu verlegen, um kürzere Wege für jene zu bekommen, die sich beraten lassen wollen. Aber auch für das Jugendmigrationsdienst-Team, das Hausbesuche anbietet. Neben den Zwölf- bis 27-Jährigen spielen für die Berater neben den Eltern auch sämtliche Netzwerkpartner während der Begleitung eine wichtige Rolle, „um vorhandene Missstände, Benachteiligungen und Chancenungleichheiten zu beheben“. Junge Menschen zu partizipieren ist das oberste Ziel.

Catrin Sandmann wird den Jugendmigrationsdienst, der auch in Lüdenscheid und Iserlohn einen Standort hat, in Werdohl vertreten. Sie kann ihre langjährige Erfahrung in der Jugendberufshilfe bei Beratungen einbringen.

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