99 Jugendliche spielen 13 Stunden Blasmusik

WERDOHL ▪ Zwar ging es beim Jugend-musiziert-Wettbewerb am Wochenende in der Musikschule Lennetal an der Brüderstraße um die Kategorie Bläserensembles. Doch unter den 99 Teilnehmern befand sich niemand mit einer Tuba. Warum, konnte sich auch Musikschul-Leiter Martin Theile nicht so recht erklären.

Dafür erfüllten am Samstag und Sonntag die Klänge von Quer- und Blockflöten, Bariton, Klarinetten, Trompeten und Hörner das gesamte Haus. Mädchen und Jungen im Alter von acht bis 20 Jahren übten und spielten vor – alle in Begleitung der Eltern, Geschwister, Großeltern und Freunde. „Eine Hand voll der Teilnehmer wird es auf die Landesebene schaffen“, mutmaßte Musikschul-Leiter Theile aus Erfahrung.

Ebenso wie die Tuba als Instrument fehlten beim Regionalwettbewerb auch Musiker aus Werdohl. „Hier wird wohl weniger geblasen“, stellte Theile in Bezug auf die Lennestadt fest. Besorgniserregend sei dies für ihn aber nicht. Nachwuchsprobleme gäbe es bei den Blasinstrumenten keine.

Die Musikschüler, die am Wochenende zeigten, was sie können, kamen aus Altena, Balve, Hemer, Lüdenscheid, Meinerzhagen, Menden, Plettenberg sowie aus dem Ennepe-Ruhr-Kreis, Iserlohn und Hagen.

Sorgen hat Theile dennoch: „Durch die Ganztagsschulen und vor allen Dingen durch G8 werden uns Musiklehrern momentan richtig Knüppel zwischen die Beine geworfen.“ Die Schüler kämen erst spät nach Hause, müssten dann noch Hausaufgaben machen – „und wer kommt schon noch nach 20 Uhr zum Unterricht am Instrument?“, fragte der Vollblutmusiker rhetorisch.

Insgesamt 13 Stunden lang präsentierten die Nachwuchsmusiker an zwei Tagen ihre Künste vor einer Jury. Der bundesweite Wettbewerb „Jugend musiziert“ findet seine Fortsetzung bei der Landes-Ausscheidung, die vom 25. bis zum 29. März über die Bühne geht. Die Besten aus Nordrhein-Westfalen gehen dann zur Bundes-Entscheidung. Diese findet vom 10. bis zum 17. Juni in Neubrandenburg-Mecklenburg-Strelitz statt..

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