Stadt gibt Jugendraum Eveking auf

Der Jugendraum Eveking soll aufgegeben werden, nicht zuletzt wegen des immer geringer werdenden Besuchs. Das Foto zeigt den damaligen SPD-Fraktionsvorsitzenden Cornelius Böttcher beim Besuch des Jugendhilfeausschusses 2008 in der Einrichtung.

WERDOHL ▪ Der Jugendraum Eveking wird aufgegeben. Das haben die Mitglieder des Jugendhilfeausschusses gestern Abend beschlossen.

Von Carla Witt

Fast alle Ausschussmitglieder (eine Stimmenthaltung) votierten für die von der Verwaltung vorgeschlagene konzeptionelle Änderung der Kinder- und Jugendarbeit (wir berichteten). Allerdings beinhaltet der entsprechende Beschlussvorschlag der Verwaltung auch die Schließung des Jugendraums Eveking sowie die Reduzierung der Öffnungszeiten der übrigen Jugendräume. Kontrovers diskutierten die Kommunalpolitiker gestern weder die Schließung noch die Stundenreduzierung.

Ausschuss-Vorsitzender Cornelius Böttcher betonte, innerhalb des entsprechenden Arbeitskreises sei intensiv mit der Verwaltung diskutiert worden. „Das Ergebnis ist quasi die Verwaltungsvorlage“, sagte der SPD-Politiker. Auch Frank Jardzejewski (CDU) bezog sich auf die Diskussion in diesem Arbeitskreis, der unter Ausschluss der Öffentlichkeit tagte: „Stadtjugendpfleger Michael Tauscher hat uns überzeugt.“ Es mache keinen Sinn Angebote vorzuhalten, die dann nicht genutzt würden. Diesbezüglich habe die Verwaltung in der vergangenen Sitzung noch keine aussagekräftigen Zahlen vorlegen können. Das sei nun aber anders: „Jetzt können wir dem Vorschlag mit Verantwortungsbewusstsein zustimmen“, unterstrich Jardzejewski.

Cornelius Böttcher fügte hinzu, dass in der aktuellen Vorlage zudem die neuen Einsatzmöglichkeiten für die Mitarbeiter des Jugendamtes besser beschrieben seien: „Es macht mehr Sinn, auf Kinder und Jugendliche zuzugehen, anstatt in einer Einrichtung auf sie zu warten.“ Der Ausschuss-Vorsitzende verwies auf die geänderten pädagogischen Ansätze der Schulen, die nun auf Ganztagsbetreuung beruhen würden. „Deshalb haben die Kinder und Jugendlichen nachmittags auch keine Zeit mehr ins Jugendzentrum zu kommen.“

Im Stadtteil Ütterlingsen soll nun mit der Umsetzung des neuen Konzeptes begonnen werden. Cornelius Böttcher bat die Verwaltung in diesem Zusammenhang allerdings, über die angekündigten jährlichen Berichte nachzudenken: „Das gefällt mir nicht. Besser wäre es, wenn über konkrete Schritte auch zwischendurch kurz berichtet werden könnte.“ Das sagte der Leiter der Abteilung Soziales und Wohnen, Bodo Schmidt, sofort zu

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