Jubel über WM-Erfolg und Probevogel-Königin

Vor dem großen Festzug schreiten die amtierenden Majestäten die Ehrenfront ab.

WERDOHL ▪ 17.17 Uhr: Mit dem 122. Schuss holt Heike Schwarzfischer den Vogel von der Stange. Seit zwei Monaten ist sie erst Neu-Werdolerin. Und eigentlich hatte sie es gar nicht werden wollen. Doch nun war sie Probevogel-Königin des Werdohler Schützenvereins.

Der Jubel war noch nicht ganz verklungen, da erschallten erneut Freudenschreie: Deutschland hatte das 2:0 im WM-Viertelfinale gegen Argentinien erzielt. Nun konnte an diesem Abend nichts mehr schief gehen.

Die Werdohler Schützen hatten direkt links und rechts des Schießstandes zwei große Fernseher aufgestellt. So konnten alle sowohl das berauschende Fußball-Match verfolgen als auch den Kampf der 51 Teilnehmer des nur knapp halbstündigen Probevogel-Schießens, welches am Ende die 4. Kompanie für sich entschied.

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Schützenfest-Sonntag in Werdohl

Am Abend folgte dann der große Kommers. Vereinsvorsitzender Andreas Schreiber begrüßte befreundete Abordnungen vom Versetaler Schützenverein, der Schützengesellschaft Neuenrade, der Friedrich-Wilhelm-Gesellschaft aus Altena, des Herscheider Schützenvereins, der Lüdenscheider Schützengesellschaft sowie der Lüdenscheider Bürgerschützen.

In seiner Ansprache wünschte sich Schreiber trotz der in Jahresfrist unveränderten Krisenlage in der Wirtschaft, „dass wir alle dieses Fest überleben“. In diesem Zusammenhang erinnerte er auch an die Amokfahrt vor einem Jahr in Menden sowie an den Kirmesunfall bei den Schützen in Lüdenscheid. Seine Rede schloss er dann aber aufmunternd mit den Worten: „Schützenverein ist der geilste Club der Welt.“

Bürgermeister Siegfried Griebsch hob in seinem Grußwort hervor, dass „Brauchtümer mehr und mehr gebraucht werden, um neben dem Alltag einmal unbeschwert ein paar Stunden zu genießen“. Desweiteren freute er sich über die Vermischung von Jung und Alt im Festzelt und forderte die Schützen und ihre Gäste unter Applaus auf: „Erzählen Sie auch außerhalb der Stadtgrenzen, wie schön es hier in Werdohl ist.“

Dann ergriff Vereinsvorsitzender Schreiber die Gelegenheit, um die Königsjubilare – soweit anwesend – zu ehren: Alfred Schlotmann und Erika Bürgener (50 Jahre), Waldemar Jürgens und Heidi Rittinghaus (45), Helmut Schurad und Elke Lucka (40), Gerd Jardzewski und Margret Holthaus (35), Hans Werner Schmöle und Irmgard Schröder (30), Alfons Picker und Ruth Herres (25), Martin Gebauer und Regina Ristow (20), Uwe Schneider und heike Bartke (15) sowie Jürgen Henke und Therese Preikschat (10).

Die Königsjubilare der Jungschützen sind: Peter Scheumann und Claudia Jakubeit (35 Jahre), Stefan Ohrmann und Gabi Klein (30), Dirk Middendorf und Vera Seitz (25), Markus Wagenführ und Andrea Fromm (20), Andre Prior und Sandra Jakubeit (15) sowie Daniel Bartke und Jennifer Troche (10).

Auch 2010 wurden wieder Medaillen des Vereins vergeben. Die Auszeichnung in Gold erhielten: Udo Müller, Jens Rademacher, Reinhold Sanders und Klaus-Dieter Webert. Die Silber-Medaille bekamen Manfred Bauer, Herbert Bressel, Jürgen Heider, Detlef Heinz, Jürgen Kaempf, Martin Markowski, Manfred Möller, Hans-Hermann Rüggeberg sowie Peter Scheumann.

Bronzene Auszeichnungen bekamen: Hans Werner Alfringhaus, Marco Grothe, Silke Gumz Drewek, Lothar Gumz, Hans Heckel jun., Daniel Heider, Willi Kirschbaum, Jens Kirsten, Edgar Klapperstück, André Köhler, Rosi Müller, Yannik Müller, Peter Neuhaus, Udo Oschmann, Justina Poraj, Dieter Pries, Kati Reichel, Wilfried Seitz, Manfred Strunk und Gabriele Webert.

Schließlich eröffneten das noch amtierende Königspaar und ihr Hofstaat den Tanzabend mit „Ein Stern, der Deinen Namen trägt“ und der Band Sam. Der für den Freitagabend angekündigte Sänger Libero 5 war übrigens aufgrund einer Autopanne nicht bis nach Werdohl gekommen.

Am Sonntag fand das Schützenfest mit dem großen Festumzug seine Fortsetzung. Die prächtige Gaderobe der Majestäten wurde von vielen Schaulustigen bewundert.

Michael Koll

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