„Jetzt fehlt nur noch der große Vogel“

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Christian Pache. ▪

WERDOHL ▪ Jetzt fehlt ihm nur noch ein Vogel in der Sammlung – und zwar der ganz Große. Am Freitag um 17.24 Uhr gelang Christian Pache der goldene Schuss. Der fiel schneller als erwartet, bereits beim 141. Schuss fiel der Probevogel von der Stange. Nicht einmal eine halbe Stunde dauerte der Wettbewerb, zu dem 41 Schützen angetreten waren. Das Interesse am Probevogelschießen hielt sich allerdings in Grenzen. Abgesehen von Teilnehmern, Hofstaat und ein paar Angehörigen zog es kaum Besucher zum Schießstand. Die eigentliche Party fand am Nachmittag auf der Kirmes statt.

„Der Schuss saß einfach, der Vogel kippte und ich bin Probekönig, dass muss gefeiert werden“, freute sich Pache. Bereits 2008 konnte er einen Vogel von der Stange holen. Damals brauchte er deutlich länger. Es war der 706. Schuss, der ihn damals zum Jungschützenkönig machte. „Der Vogel sah damals auch wesentlich schlechter aus. Diesmal saß der Schuss und der Vogel fiel – perfekt.“

Während sich die Schützen auf der Vogelwiese auf das heutige Königsschießen einstimmten, zogen Scharen von Familien und Jugendlichen auf den Festplatz. Zu einem regelrechten Schaulaufen kam es am Autoscooter. Junge Mädchen, fein herausgeputzt, schienen die Umrandung zu einem Laufsteg umfunktioniert zu haben, während auf der Bahn die Jungs bewiesen, wer denn hier der bessere und vor allem coolere Fahrer ist. Unmittelbar neben dem Autoscooter ging es rasanter zu. In der Raupe genossen Adrenalin-Süchtige die rauschende Fahrt. Je später der Abend, desto schwankender stiegen die größtenteils jugendlichen Fahrer wieder aus, manch einer musste sich sichtlich konzentrieren, um wohlbehalten die Stufen hinab auf den sicheren Boden zu steigen. Für die kleinen Gäste war die größte Attraktion das Trampolin. Meterhoch konnten sie, gesichert mit Bungee-Seilen, in die Luft springen und Kunststücke präsentieren. Wieder auf dem sicheren Boden schlenderten die Kinder mit Zuckerwatte, Bratwurst oder Schokoapfel weiter zum Kinderkarrussell und zum Ponyreiten, während sich Mama und Papa mit Bekannten am Bierwagen trafen.

Lydia Machelett

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