Jerusalem aus 35.000 Lego-Steinen

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Rund 35.000 Lego-Steine stecken in diesem maßstabsgetreuen Modell der Heiligen Stadt. Wer genau hinschaute, entdeckte am Wochenende auch die Liebes-Szene „Rosamunde Pilcher“ und ein Imbiss-Restaurant.

Werdohl - Die Kutsche mit Düsenantrieb, die Autos, das – zugegeben – tolle Haus, dem aber die Tür fehlt: All das musste wieder verworfen werden. Mädchen und Jungen, die sich einem Sortiment von sage und schreibe 70.000 Lego-Steinen gegenüber sehen, quellen beinahe über vor Kreativität.

Doch die galt es am Wochenende in Blickrichtung eines übergeordneten Ziels zu kanalisieren. Es galt, die Stadt Jerusalem von vor 2015 Jahren nachzubauen.

Gemeindepädagogin Regina Berkemeyer und Pfarrer Martin Buschhaus koordinierten die Arbeiten. „In Jerusalem gibt es ein Modell. Im Internet findet man Fotos davon“, erläuterte Buschhaus. Diese wurden ausgedruckt und als Vorlage verwendet. „Wir haben etwa die Hälfte der 70.000 Lego-Steine verbaut“, schätzte Buschhaus. Das fertige Modell misst 3,5 mal 2 Meter und wurde am Sonntagvormittag im Gemeindesaal der Christuskirche von zahlreichen Gemeindemitgliedern bewundert.

17 KU3-Kinder im Alter von neun Jahren sowie 13 KU8-Jugendliche im Alter von 14 Jahren engagierten sich als Nachwuchs-Architekten. Die Älteren leiteten dabei offenbar erfolgreich die Jüngeren an. Buschhaus hob hervor: „Und die Eltern haben die Bewirtung übernommen.“ Freitagnachmittag und den gesamten Samstag brauchten die 30 Mädchen und Jungen, um das Modell fertig zu stellen, welches gleich am Sonntagnachmittag wieder abgebaut wurde.

Zu sehen waren schließlich Jesus, der zum Volk spricht, das Abendmahl, Theater und Palast des Herodes, der Turm der Marianne, Pilatus, der Garten Gethsemane, ein Tempel, der Teich Bethesda, Golgatha sowie der Hohe Rat. „Das ist alles maßstabsgetreu“, lobt Pfarrer Buschaus. „Lediglich die Hügel fehlen, alles ist ebenerdig dargestellt.“ Und wer genau hinschaute, stellte fest, dass die Kinder zwei Scherze eingebaut hatten. Da gab es ein Fast-Food-Restaurant und eine Szene mit einem Liebespaar, die mit „Rosamunde Pilcher“ betitelt war. - Von Michael Koll

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