Jecke Weiberfastnacht: Gelungenes Programm der Theaterspatzen

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Beim „Riverdance westfälisch“ zeigten sich die Theaterspatzen besonders geschickt: Synchron, flink und vor allem schnell präsentierten sie eine Choreographie mit Kunststoff-Bechern und sorgten im Publikum für erstaunte Blicke.

Werdohl - Sie waren jeck, sie waren bunt und ihr Programm brachte die vielen Frauen im ausverkauften großen Pfarrsaal der St.-Michael-Gemeinde nicht nur einmal zum Toben: Die Theaterspatzen der KFD sorgten am Donnerstagabend für einen gelungenen Weiberfastnachts-Spaß.

„Wir haben wieder viel geprobt – es war sehr stressig. Aber am Ende hat es doch wieder wunderbar geklappt“, sagte Brunhilde Legien, die in diesem Jahr zum letzten Mal das Programm der Theaterspatzen mitorganisierte. 

Jedes Jahr stellen die Frauen, dieses Mal waren es 15, ein neues Konzept auf die Beine – schreiben Texte, überlegen sich Tänze oder gar knifflige Choreografien wie beim „Riverdance westfälisch“. 

Zuwachs für die Spatzen

Da kamen die Besucherinnen durchaus ins Staunen, als eine Reihe Becher synchron in den Händen der Theaterspatzen über den Tisch fegte. „Wir geben uns immer sehr viel Mühe, etwas auf die Beine zu stellen“, sagte Legien. 

Besonders begeistert war sie über den Zuwachs, den die Theaterspatzen erhalten haben: Dagmar Bachus, Christina Orlowski und Karin Sommer sind ab sofort mit im Team und überzeugten gleich mit ihren ersten Darbietungen auf der Bühne. 

Karneval mit den Theaterspatzen der KFD Werdohl

Angefangen mit dem traditionellen Clownstanz und -gesang bis hin zu einem Theaterbesuch, bei dem sich eine Frau über den seltsam strengen Geruch ihres Mannes wundert und vor allem ärgert, sorgten die Neulinge gleich für gute Stimmung im Saal.

Besonders viele Kniffs bauten die Spatzen in einen wunderbar gemeinen Sketch über die offensichtlich sehr unangenehme Situation in einem Wartezimmer einer Arztpraxis ein. Dort hatten die Patienten nicht nur mit den fiesen Krankheiten ihrer Sitznachbarn zu kämpfen – vor allem eine sehr geschwätzige Dame an der Patientenaufnahme sorgte für großen Unmut und plauderte etwas zu intime Details der Wartenden aus. 

Zwischen den vielen Sketchen und Tänzen, mit denen die Theaterspatzen durch den Abend führten, gab es immer wieder Gelegenheit zum Plaudern, Tanzen und Schunkeln. Werner Bürgel sorgte dabei – wie jedes Jahr – für die musikalische Unterhaltung und begleitete außerdem die Bühnen-Auftritte der Spatzen.

Tränenreicher Abschied

Es war das letzte Mal, dass Brunhilde Legien, Doris Streuer und Gudrun Henke an Weiberfastnacht auf der Bühne des großen Pfarrsaals der St.-Michael-Gemeinde in Werdohl standen. 

Nach mehreren Jahrzehnten ziehen sie sich aus dem Team der Theaterspatzen der KFD zurück. Sie haben die Anfänge der Gruppe miterlebt und engagierten sich jedes Jahr nicht nur auf der Bühne, sondern gestalteten vor allem die Sketche und Tänze mit. 

Von links:  Brunhilde Legien, Doris Streuer und Gudrun Henke

Entsprechend tränenreich war der Abschied: Nach einem letzten gemeinsamen Auftritt richteten die restlichen Frauen der Theaterspatzen einige warme Worte an die drei Frauen, die sichtlich gerührt von der Aktion waren. 

Mit Kronen bestückt, einem Album zur Erinnerung und Blumen zum Dank galten ihnen die stehenden Ovationen des begeisterten Publikums.

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