Janikowski-Rücktritt: WBG orientiert sich neu

Gottfried hat kommissarisch den Vorsitz der WBG übernommen

WERDOHL ▪ Thomas Janikowski ist am Wochenende nach seinem umstrittenen NPD-Vergleich vom Amt des Vorsitzenden der Werdohler Bürgergemeinschaft zurückgetreten. Sein Ratsmandat will er allerdings behalten, ebenso sein Amt als stellvertretender Fraktionsvorsitzender.

Montag präsentierte die WBG schon ein Konzept für die Zukunft: Ein Kandidat für das Amt des Vorsitzenden sei bereits fest im Blick, sagte der stellvertretende Vorsitzende Gottfried Brinkmann. Er hat zunächst kommissarisch die Leitung des WBG übernommen, steht aber aus beruflichen Gründen nicht für das vakante Amt zur Verfügung.

Der gesundheitlich angeschlagene Janikowski hatte dem WBG-Fraktionschef Willibald Mertens telefonisch mitgeteilt, dass er sein Amt als Vorsitzender zur Verfügung stelle. Danach trafen sich die Mitglieder von Vorstand und Fraktion, um zu beraten, wie es weitergehen kann. Bei der Sitzung fehlten wegen Erkrankung Geschäftsführer Markus Bora und Kassiererin Zorica Rothstein. Janikowski habe seinen Rücktritt nicht weiter begründet, sagte Mertens. Der ehemalige Vorsitzende war für eine persönliche Stellungnahme nicht zu erreichen, zudem ist er arbeitsunfähig erkrankt.

Weder Vorstand noch Fraktion hätten das WBG-Gründungsmitglied Janikowski zum Rücktritt gezwungen, so Gottfried Brinkmann gestern auf Nachfrage. Beim „politischen Aschermittwoch“ sei Janikowski mit dem NPD-Vergleich „der Gaul durchgegangen“, meint Brinkmann. Anzurechnen sei Janikowski, dass er sich dafür entschuldigt habe.

Volker Heyn

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das Login-Formular anmelden.
Netiquette
Hinweis: Kommentieren Sie fair und sachlich! Rassistische, pornografische, menschenverachtende, beleidigende oder gegen die guten Sitten verstoßende Äußerungen sind verboten und werden gelöscht.

Kommentare