FSV Werdohl beklagt Mitgliederschwund

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Geschäftsführer Gerd Scheumann, Ex-Schatzmeister Fritz Sasse, Vorsitzender Thomas Dinter und Simon Felbick, der schon im vergangenen Jahr zum neuen Schatzmeister gewählt worden war (von links).

Werdohl - Beide waren zu Tränen gerührt, als Thomas Dinter, seit sieben Jahren Vorsitzender des größten heimischen Fußballvereins, der FSV, deren Schatzmeister Fritz Sasse nach 38 Jahren im Amt verabschiedete.

Sasse war vor einem Jahr zurückgetreten, hatte aber noch zwölf Monate lang die Einarbeitung seines Nachfolgers Simon Felbick übernommen. Am Donnerstagabend legte Sasse nun seinen letzten Kassenbericht vor.

Ex-Bürgermeister Jörg Bora, selbst von 2002 bis 2004 Vorsitzender der FSV, richtete dann das Wort an den scheidenden Schatzmeister: „Fritz, es gibt keine Worte für Deine Leistung. Dein Engagement ist unbezahlbar.“

Zu Beginn des Abends hatte Vorsitzender Dinter seinen Jahresbericht vorgelegt. Dabei bedauerte er zunächst den Rückgang der Mitgliederzahl von 701 auf 685 – ein historischer Tiefstand. Er betonte aber auch: „Wir bieten der Jugend die Möglichkeit, ambitionierte Ziele zu erreichen.“

Zwar sei ein wichtiger Großsponsor der FSV abgesprungen – „ohne Angabe von Gründen“ –, doch das sporne den Verein letztlich nur an: „Wir müssen also enger zusammenrücken und andere Wege gehen“, blickte Dinter positiv gestimmt in die Zukunft. Dazu gehörten beispielsweise Überlegungen, im Stadion auf dem Riesei „mit viel, viel Eigenleistung“ eine Tribüne zu errichten.

Vom Schützenverein überholt

Sportlich bedeutsam sei auch, dass in dieser Saison kein Ordnungsgeld für ausgefallene Schiedsrichter gezahlt werden musste. „Das ist einmalig im Kreis“, hob Dinter hervor.

Aus dem vergangenen Stadtfest sei der Fußballverein mit einem deutlichen Minus herausgegangen. Man habe sich aber dennoch gut präsentiert. „In Sachen Feste hat uns der Schützenverein überholt“, gestand Dinter ein. „Die machen tolle Veranstaltungen.“

Jugendleiter Rüdiger Backes übernahm auch den Bericht des abwesenden Sportlichen Leiters Carsten Minker. Die 1. Mannschaft spiele eine „überragende Saison“ und sei momentan – drei Punkte hinter dem Tabellenführer SG Finnentrop/Bamenohl – Zweiter. Im Jugendbereich seien acht der zwölf Teams am Meisterschaftsspielbetrieb beteiligt: Vier belegten den ersten, eines den zweiten und eines den dritten Tabellenrang.

Weisweiler-Traditionself kommt

Dann hielt Sasse seinen letzten Kassenbericht. Die FSV habe in den zurückliegenden zwölf Monaten ein kleines Kassenplus erwirtschaftet. Der Vorstand wurde von den 16 Anwesenden folglich einstimmig entlastet.

Ralf Schulze berichtete anschließend von der Abteilung der Alten Herren in der FSV. Diese Abteilung habe aktuell 106 Mitglieder. Brandneu sei dort die Unterzeichnung der Verträge für ein Spiel gegen die Weisweiler-Traditionself aus Mönchengladbach, welches aber erst im September 2018 am Riesei stattfinden werde.

Bei den Wahlen wurden Geschäftsführer Gerd Scheumann und der langjährige Pressewart Heinz Möller im Amt bestätigt. Die Posten des stellvertretenden Schatzmeisters und des stellvertretenden Geschäftsführers blieben vakant. Der Sportliche Leiter Minker hatte seinen Rücktritt aus beruflichen Gründen angekündigt. Seine Aufgaben wird nun Alexander Schmale übernehmen.

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