Jonas Blöink verjüngt den Versetaler Schützen-Vorstand

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Die Mitglieder des Versetaler Schützenvereins wählten folgende Personen in ihren Vorstand (v. r.): Frank Herber (Vorsitzender), Knut Zoltek (2. Schießmeister), Jonas Blöink (Fahnenoffizier), Bastian Häring (2. Vorsitzender) und Christel Hausmann (1. Schießmeisterin).

Werdohl - Frank Herber bleibt zwei weitere Jahre 1. Vorsitzender des Versetaler Schützenvereins. Im Laufe einer mehr als zweistündigen Versammlung wurde er am Samstagabend im Vereinsheim Altenmühle einstimmig von 67 Vereinsmitgliedern im Amt bestätigt.

Ebenfalls behalten ihre Positionen der 2. Vorsitzende Bastian Häring (für drei Jahre gewählt), der 2. Schießmeister Knut Zoltek (drei Jahre) und die 1. Schießmeisterin Christel Hausmann (für ein Jahr). Auf den scheidenden Fahnenoffizier Ralf Holland folgt Jonas Blöink (drei Jahre).

Auch der 2. Geschäftsführer Michael Woellm kandidierte nicht erneut. Dieser Posten blieb zunächst vakant.

Zu Beginn des Abends hatte der alte und neue Vorsitzende Herber zunächst die Mitglieder gebeten, sich von ihren Plätzen für die Totenehrung zu erheben. Unter den aufgezählten verstorbenen Versetaler Schützen war auch Ex-Bürgermeister Siegfried Griebsch.

Der scheidende Co-Geschäftsführer Woellm hielt dann den Jahresbericht des Vorstandes. Er erinnerte an die erfolgreichen Veranstaltungen der zurückliegenden zwölf Monate und hob besonders die Karnevalssause, die Festtagskleiderbörse, den Irischen Abend, das Oktoberfest sowie den 1. Versetaler Winterzauber hervor.

Unfrieden in der Jugendabteilung

Der 1. Jugendwart Lars Schmidtke bilanzierte eine gute Beteiligung bei den Schießterminen der Jugend. Ein anderes Mitglied der Jugendabteilung bezweifelte diese Zahlen. Gesamtvereins-Vorsitzender Herber kündigte Änderungen beim Schießbetrieb der Jugend an, um diesen wieder attraktiver zu gestalten. Schießmeisterin Christel Hausmann erinnerte an die Erfolge der Schützen im vergangenen Jahr.

Danach präsentierte Kassenwart Michael Grünhagen die Werte zur Finanzlage des Vereins. Viele Veranstaltungen, die ein Plus erwirtschaftet hatten, listete er auf. Die roten Zahlen des jüngsten Schützenfestes wurden damit jedoch nicht aufgewogen. Unter dem Strich sei die Kassenlage aber weiterhin gut. Folglich wurden er und der Gesamtvorstand von den Anwesenden einstimmig entlastet.

Elisabeth Wolf hielt dann den Jahresbericht für den Seniorenkreis. Dieser, so verriet sie, bestehe in diesem Jahr seit genau 40 Jahren. Das werde im Sommer auch mit einer eigenen Veranstaltung gefeiert, versprach sie. Die Planungen dazu liefen jetzt an. Näheres verrate sie zu einem späteren Zeitpunkt.

Christian Crone blickte dann auf ein überaus erfolgreiches Jahr des Versetaler Musikzuges zurück. 22 Auftritte hätten die Versetaler Musikanten absolviert und dazu noch – mit der 3. Kompanie des befreundeten Werdohler Schützenvereins – eine CD aufgenommen. Höhepunkt des Jahres sei die Aufführung des Großen Zapfenstreiches bei der 650-Jahr-Feier der Stadt Altena auf der dortigen Burg gewesen, schwärmte er.

Keine Erhöhung der Mitgliedsbeiträge

Der im Amt bestätigte Vorsitzende Herber kündigte dann noch an, dass es keine Erhöhung der Mitgliedsbeiträge bei den Versetaler Schützen geben werde. Mit der Krombacher Brauerei habe der Vorstand hart verhandelt. Das Ergebnis sei, dass nicht nur der Bierpreis nicht steige, sondern die Brauerei zudem dem Verein jährlich eine Finanzspritze in vierstelliger Höhe zukommen lassen werde. Folglich könnten die Mitgliedsbeiträge zunächst stabil bleiben.

Unter dem Punkt Verschiedenes kam erwartungsgemäß auch das Gerichtsverfahren um den sogenannten Hähnchengrill zur Sprache. Vorsitzender Herber nannte die Auseinandersetzung vor dem Amtsgericht Altena zwar einerseits „die unendliche Geschichte“, zeigte sich aber überzeugt davon, dass es bald zu einem Urteil kommen werde.

Ein Mitglied aus dem Saal meldete sich jedoch zu Wort und erinnerte daran, dass beide Seiten nach einem derartigen Urteil die Möglichkeit hätten, in Berufung zu gehen. Da es mindestens eine Seite geben werde, der der Urteilsspruch nicht gefallen werde, dürfte es also tatsächlich „eine unendliche Geschichte werden“, denn, so der Redner, „am Landgericht in Hagen geht das alles nicht so schnell wie in Altena“.

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