Bezahlung für Sportwart geplant

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Dr. Müller-Schlotmann rief Vereine und Verwaltung dazu auf, Vertrauen zueinander aufzubauen.

Werdohl - 150 Euro im Monat soll der künftige Sportwart des Werdohler Stadtsportverbandes verdienen. Das schlug der Vorsitzende Dr. Richard Müller-Schlotmann bei der Jahreshauptversammlung am Donnerstagabend im Restaurant Haus Werdohl vor. Bei einer Enthaltung stimmten die anwesenden knapp 30 Mitglieder für diesen Weg.

Hintergrund: Aus persönlichen Gründen trat der bisherige Amtsinhaber Dirk Hartig zurück. Im Vorfeld der Versammlung war es dem Vorstand nicht gelungen, einen Ersatz zu finden. Auch während der Versammlung fand sich kein Kandidat. Der Vorsitzende schlug also vor, bis Oktober jemanden zu suchen, der dieses Amt als geringfügig Beschäftigter ausfüllt – „beispielsweise ein Sportstudent, der sich etwas dazu verdienen möchte“.

Ebenfalls nicht erneut kandidierten Jugendwart Klaus Schichtel und Beisitzer Thomas Lammers. Jugendwartin ist fortan Karin Pietschmann. Schichtel rückt ins zweite Glied und füllt den Beisitzer-Posten aus. Wiedergewählt wurden folgende Personen: Jens Vielhaber bleibt 2. Vorsitzender, Susanne Guder Frauenwartin und Alexander Grissl Beisitzer.

Karin Pietschmann ist neue Jugendwartin des Stadtsportverbandes. Sie war die einzige Gewählte, die anwesend war.

Zu Beginn des Abends hielt Bürgermeister Silvia Voßloh ein Grußwort. Sie lobte den ehrenamtlichen Einsatz in den Vereinen, denn Sport sei „immens wichtig für die Gesellschaft“. Sie bedankte sich zudem für die Kooperation der Vereine im Rahmen der Schließung der Jahn-Turnhalle.

Das Thema griff Vorsitzender Müller-Schlotmann auf: „Das war eine herausfordernde Aufgabe.“ Er forderte die Vorstände der Sportvereine einerseits und die Verwaltung andererseits aber auf, Meinungsverschiedenheiten künftig nicht mehr eskalieren zu lassen und Vertrauen zueinander aufzubauen.

Kassierer Uwe Krähahn berichtete dann von einem kleineren Finanzplus in der Kasse des Stadtsportverbandes. Der Vorstand wurde entlastet.

Zum Ende der Versammlung skizzierten Ralf Kronfeld und Manfred Hoh vom Bürgerstammtisch ihre Idee, Fred Lange 42 Mal zum Remmelshagen hochlaufen zu lassen, was der Höhe des Mount Everest entspreche. Sie baten um rechtliche, finanzielle und tatkräftige Unterstützung.

Die Anwesenden sahen das Vorhaben kritisch. „Das versichert Dir keiner“, sagte einer. „Solch ein Aufwand für einen Läufer ist doch Irrsinn“, monierte ein weiterer. Ein Dritter gab zu bedenken: „Dort gibt es doch gar keine Rettungswege, wenn sich jemand verletzt. Und dann soll das Ganze auch noch Anfang Oktober über die Bühne gehen.“

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