Judoka blicken mit Sorgen in die Zukunft

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Horst-Dieter Hammer (2. von rechts) zeichnete Michael Berger (Mitte) für seine Verdienste um den Judosport aus.

Werdohl - Nicht ohne Sorgen blicken die Judoka des Tus Jahn in die Zukunft. Das machte der Abteilungsleiter Horst-Dieter Hammer bei der Jahresversammlung der Abteilung Samurai am Dienstagabend deutlich. Die Aktiven bedauern den absehbaren Verlust der Jahnsporthalle als Trainingsort.

Der Umzug in die Turnhalle auf der Königsburg sei „kein erhebliches Problem“ für die Sportler, sagte Horst-Dieter Hammer in seinem Jahresbericht: „Wenngleich diese Halle kein zentraler Standort ist, können wir damit leben.“

„Mehr oder weniger starke Gebrauchsspuren“ weisen mittlerweile die beiden Judo-Matten auf, was für den Club eine „erhebliche finanzielle Kraftanstrengung“ zur Beschaffung einer neuen Matte ankündigt. Die dafür zu veranschlagenden Kosten von 5000 bis 6000 Euro seien nicht ohne Weiteres zu stemmen, sagte Horst-Dieter Hammer.

Bei den älteren Jugendlichen, etwa ab einem Alter von 16 Jahren, sei das Interesse am Judosport zudem nicht mehr so vorhanden wie noch vor einigen Jahren, bedauerte der Abteilungsleiter und führte diese Situation auch auf die veränderten Schulzeiten der Ganztagsschule zurück. „Wir werden uns zukünftig Gedanken machen müssen, inwieweit wir das Interesse an unserem Sport neu beleben können.“

Dieser Befund schlägt sich allerdings noch nicht in den Mitgliederzahlen der Judoka nieder: Mit 75 blieb die Zahl konstant, etwa 20 davon sind aktive Kampfsportler.

Eine gute Nachricht war die Verlängerung der Prüfungslizenz für Michael Berger, der damit weiterhin Kyu-Prüfungen gemäß den Anforderungen des Deutschen Judobundes durchführen darf. Bei den Wahlen blieb im Vorstand der Judo-Abteilung alles beim Alten: Wiedergewählt wurden Abteilungschef Horst-Dieter Hammer, Michael Berger (stellvertretender Abteilungsleiter, Jugendwart und Pressewart), Holger Bachus (Kassenwart) und Oliver Kuska (Jugendsprecher).

Im Namen des NRW-Judoverbandes ehrte Abteilungsleiter Horst-Dieter Hammer seinen Stellvertreter Michael Berger für dessen Verdienste um den Judosport. Seit 43 Jahren sei er als Judoka im Verein, erklärte Michael Berger, der eine Urkunde und eine bronzene Ehrennadel des Verbandes entgegennahm.

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